Die
Königskammer hat schon immer auf die Menschen, die sie je gesehen haben, einen
besonderen Reiz ausgeübt. Sie ist eine geräumige Kammer, die aus Rosengranit
besteht. Die Platten der Wände und des Fußbodens sind maschinengenau
zugeschnitten und überall mit nur einer feinen, kaum sichtbaren Linie
aneinandergefügt, so daß nicht einmal eine Rasierklinge dazwischenpaßt. Die
Decke besteht aus glatten Granitbalken, die quer über die Kammer gelegt sind
und ebenfalls „nahtlos“ aneinanderpassen.
Als sich der
Kalif Al-Ma’mun um 820 gewaltsam Eingang in die Pyramide verschaffte, war sein
wichtigstes Ziel die Königskammer. Aus alten Überlieferungen und Schriften, die
den Arabern vermutlich bei einem früheren Ägyptenfeldzug um 640 n. Chr. in die
Hände gefallen waren, war ihm zu Ohren gekommen, daß in der Cheops-Pyramide
bedeutsame Schätze verborgen sein sollen, die er unbedingt finden wollte. Man
muß annehmen, daß es in diesen Schriften auch einen Hinweis über die ungefähre
Lage des Eingangs gegeben haben muß. Trotz umfangreicher Suche war dieser aber
nicht zu finden. Bedenkt man, daß die Gangbreite von 2 KE lediglich rund 0,11%
des gesamten Umfanges ausmacht, ist es ohne genaue Kenntnis praktisch
unmöglich, auf das innere Gangsystem zu stoßen. Aber er ließ auf der Nordseite
der Pyramide im Bereich der Hauptachse – unweit vom verborgenen Eingang, ohne
es zu ahnen – die Verkleidung durchbrechen, um einen Gang in das Innere zu
treiben. Diese Arbeit war extrem schwer, und es müssen große Zweifel bestanden
haben, ob man je in das Innere gelangen wird. Es ist nicht überliefert, wie
lange die Arbeiten gedauert haben. Schließlich jedoch war sie von einem ersten
Teilerfolg gekrönt, als der Krach eines Steins, der im Inneren herabfiel, den
Weg zum absteigenden Gang wies, den sie dann auch entdeckten. Dieser führte
aber nur in die Tiefe. Schließlich entdeckten Al-Ma’muns Arbeiter den Ansatz
für den aufsteigenden Gang, der aber mit Blöcken aus Rosengranit versiegelt
war. Trotz aller Mühen gelang es nicht, diesen „Pfropfen“ aus härtestem Gestein
zu zerstören, so daß über diese Blockade mit einem Umweg umgangen werden mußte.
Erst dann gelang es Al-Ma’mun, in das obere Hauptsystem der Cheops-Pyramide zu
gelangen. Aber auch dort wurde ihm der Weg versperrt, denn der weitere
Durchgang zur Königskammer war durch drei abgesenkte gewaltige Steinblöcke
innerhalb der Vorkammer verhindert. Auch dieses Hindernis wurde von Al-Ma’mun
durch Zerstörung beseitigt. Als Petrie in den Jahren 1881 bis 1883 in den
Pyramiden seine Messungen durchführte, lagen in diesem oberen Teil des
Gangsystems noch viele Steinbruchstücke herum. Er bemerkte dazu, daß diese wohl
kaum von außen hinein getragen worden seien, sondern von den Zerstörungen der
Hindernisse herrühren müssen.
Nachdem
Al-Ma’mun nun endlich die Königskammer betreten konnte, kann man sich sehr gut
vorstellen, daß er anfangs etwas ratlos vor dem Sarkophag stand, dessen Deckel
seine Gefolgsleute keinen Millimeter anheben konnten. Der Grund hierfür ist
ganz einfach. Der aus Rosengranit bestehende Sarkophag war so glatt poliert,
daß man zwischen Deckel und Unterteil die Fuge kaum sehen konnte. Man hatte
keine Chance, mit einem Meißel irgendwo in die Fuge einzudringen, um über einen
Hebel den Deckel anzuheben. Obendrein muß dieser Deckel ca. 1,9 Tonnen gewogen
haben, so daß Al-Ma’mun nichts anderes übrig blieb, als das zu veranlassen, was
seine Helfer konnten: mit Gewalt den Sarkophag zu öffnen.
Es war nicht
zu erwarten gewesen, daß der Kalif ein besonderes Interesse an der Königskammer
als Konstruktion gehabt hätte, zu sehr war er auf das Finden von Schätzen aus.
Er wird mit Sicherheit nicht festgestellt haben, daß die Umfassungswände aus
100 Steinen bestehen und der Fußboden aus 20 Steinplatten. Zusammen also 120
Steine. Die Decke besteht aus 7 mittleren Deckenplatten, die nur unwesentlich
verschieden breit sind; hinzu kommen die beiden Randplatten an der Ost- und
Westseite, die ungefähr halb so breit sind wie die anderen. Diese absichtliche
Planung sollte bewirken, daß ohne die Deckenrandsteine die Zahl 127 in
Erscheinung tritt, aber auch mit der Anzahl der Steine des Fußbodens die Zahl
27. Der nächste abzuleitende Sinn war die alleinige Betrachtung der Decke, die
mit den beiden halben Randsteinen insgesamt also 9 Steine aufweist.
Die Geometrie
war zu Al-Ma’muns Zeit kein Gegenstand von besonderem Interesse, dafür war die
Zeit noch nicht reif. Erst viel später, als die Wissenschaft von einer
„Ägyptomanie“ befallen wurde, änderte sich das. Petrie gab sich als erster sehr
viel Mühe, die Maße der Königskammer so exakt wie möglich zu ermitteln.
Er stellte
auch fest, daß die Kammer einen Hauch geneigt ist; von der Ost- in Richtung
Nordseite und dort wiederum in Richtung Südseite. All diese winzigen
Abweichungen von einer idealisierten Linie notierte er sorgfältig und bemerkt
dazu, daß die Abweichungen ein Resultat der Zeit und der Erdbeben sei. Diese
Feststellung ist deswegen so interessant, weil offenkundig auch der absteigende
und der aufsteigende Gang von der idealisierten Linie abweichen.
Vorerst geht
es um die Königskammer, deren durchschnittliche Ausdehnung Petrie (in Zoll) wie
folgt angab:
Länge
Nordseite: 412,40’’ = 1.047,4960
cm = 20,0056... KE
Länge
Südseite: 412,11’’ = 1.046,7594 cm = 19,9915...KE
Durchschnittliche
Länge = 19,9985... KE
Breite
Ostseite 206,29’’ = 523,9766
cm = 10,0071...
KE
Breite
Westseite 205,97’’ = 523,1638
cm = 9,9916...
KE
Durchschnittliche
Breite = 9,9993... KE
Auf der Grundlage dieser Maße ist man
sich weltweit einig, daß die Grundfläche der Königskammer 10 × 20 = 200 KE²
beträgt. Viel schwieriger war es für Petrie, die Höhe zu bestimmen.
Abbildung 89:
Die bisherige Theorie zur Geometrie der Königskammer
Über die
Königskammer sagt die offizielle Lehrmeinung, daß ihre Geometrie über drei
pythagoreische Dreiecke bestimmt wird. Diese Aussage kann man für die Länge und
Breite mit Sicherheit gelten lassen, wo die Proportion „2“ für 10 KE und die
Proportion „4“ für 20 KE steht. Für die Höhe und Diagonale ist ein Zweifel
berechtigt. Die bisherige Annahme führt über die mathematische Relation von 5×
zu einer Höhe von 585,4025... cm oder 11,18033...
Königsellen. Dieser Zahlenwert entspricht
einer irrationalen Zahl. Die bisher von den Forschern und mir gemessenen
Werte liegen dagegen in einem Bereich von ca. 580,6 bis 584 cm. Eine Herleitung
der Planhöhe über die gegenwärtige Höhe ist demzufolge nicht möglich, weil auch
viele Einflußfaktoren wie Erdbeben, Senkungen des Fußbodens und Veränderungen
im Fußboden durch wissenschaftliche Untersuchungen und Grabungen durch
Schatzsucher die ursprüngliche Höhe beeinflußten.
Betrachtet
man die mythischen Aspekte der damaligen Zeit, sind 11,18033... KE als Planwert
auszuschließen, weil diese Zahl im Sinne der altägyptischen Mythologie
nichtssagend ist und sich auch nicht als Bruch darstellen läßt. Unter Beachtung
der tatsächlich vorhandenen Meßwerte und unter Einbeziehung der heiligen
Geometrie erkannte ich, daß der ursprüngliche Planungswert kleiner als der
bisher angenommene Wert sein muß. Die weiteren Untersuchungen führten
schließlich zu einer Höhe von 11,1 KE, die in unserem Maßsystem 581,196 cm entsprechen.

Abbildung
90: Die Planmaße der Königskammer
Dieser Wert
führt zu folgenden „Nachfolge-Ergebnissen“:
·
Flächeninhalt
Stirnseite: 111 KE² = 3 × 37
·
Flächeninhalt
Längsseite: 222 KE² = 6 ×
37
·
Flächeninhalt
aller 4 Wände: 666 KE² = 18
× 37
·
Volumen
Königskammer: 2220 KE³ = 60 × 37
Diese Werte
sind bereits auf den ersten Blick beeindruckend, da hier in jeder Zahl 3 mal
dieselbe Ziffer vorkommt und jede Zahl zusätzlich ein Produkt der Zahl 37
bildet. Auf diesem Wege wird nicht nur die altägyptische Trinität der Götter
bildhaft in Zahlen zum Ausdruck gebracht, sondern auch der Wunsch, sich mit dem
Göttlichen zu verbinden. In der Mythologie weist gerade die Zahl 37 auf die
sogenannte „Unio Mystica“ hin, die geheimnisvolle Vereinigung der Seele mit
Gott oder, im altägyptischen Sinne, mit den Göttern.
Mit der Höhe
von 11,1 KE ist gleichzeitig die Hauptsymbolik der damaligen Einweihung
ausgedrückt. Jede 1 steht für das Erreichen der Meisterschaft auf den drei
Wegen des Osiris, der Isis und des Horus, die im 11, 22 und 33. Grad erreicht
wurde.
Mittlerweile hat
sich die Erkenntnis erhärtet, daß die Planer der Cheops-Pyramide die Herkunft
der Maßsysteme kannten, weshalb sie auch mit deren Umrechnungsfaktoren
arbeiteten. Die sogenannte Sternenmathematik, die deutlich mit mystischen
Inhalten verknüpft ist, zeigt auch hier ihre besonderen Eigenschaften. Das
Dezimalsystem als kosmisches Informationssystem enthüllt gerade bei der Höhe
der Königskammer noch zusätzliche Effekte, wenn man die theosophische Reduktion
einbezieht. Das soll an Hand der in Zentimeter umgerechneten 11,1 KE Höhe
demonstriert werden:
11,1 KE =
581,196 cm
a) 5+8+1 = 14; 1+9+6 = 16; 14 +16 = 30
Die Addition der Einzelziffern ergibt vor dem Komma 14, nach dem
Komma 16. Das ist die Folge, die wir bei 6 KE = 3,14 16 nach dem
Komma kennen und die hier, im speziellen Fall der Höhe der Königskammer, zu dem
Wert 30 führt, der Suche nach der kosmischen Ordnung bedeutet.
b) 5+81 = 86; 19+6 = 25; 86 + 25 = 111
Die Addition in Zweiergruppen führt zum 10-fachen Zahlenwert der
Höhe in KE! Der Wert wirkt wie eine Bekräftigung der beschriebenen Erkenntnis
über die neu definierte Höhe. Über diese Zahl wird der zukünftige Weg
beschrieben: Durch das Anerkennen einer göttlichen Trinität (1-1-1), die in
starkem Maße durch Osiris, Isis und Horus gesetzt war, wird der mit kosmischem
Wissen ausgerüstete Einzuweihende seine zukünftigen Aufgaben mit der Kraft des
Geistes lösen.
Und zuletzt
c) 581 + 196 = 777
Diese Zahl ist erneut bemerkenswert. Was hier steht, ist nichts
anderes als die Hauptaufgabe des Einzuweihenden: 700 + 70 +7 = neue Wege
beschreiten in Gottvertrauen, sich geistig erneuern und sich durch göttliche
Kräfte leiten lassen in dem Bestreben, im Irdischen den Menschen zu dienen und
nicht umgekehrt: die Menschen den eigenen Vorteilen dienen lassen.
Es ist immer
wieder erstaunlich, wie die Sternenmathematik das verborgene Wesen von Zahlen
enthüllt, die in Bauwerken allein durch ihre Maße zum Ausdruck kommen. Mit
Erstaunen wird mancher Leser registrieren, daß die Summe aller 4 Wandflächen
(die Fläche des Eingangs bleibt unberücksichtigt) die viel diskutierte Zahl 666
ergibt. Im Abschnitt 3.3. wurden zu dieser Zahl bereits Erläuterungen gegeben.
Hier soll nochmals betont werden, daß in der Mythologie, aber auch der
Sternenmathematik, Zahlen unter polaren Aspekten betrachtet werden müssen. So
wie eine Temperatur von minus 20°C nicht das gleiche ist wie plus 20°C, gilt es
für die 666 ebenfalls. Der Weg durch die Pyramide, der mit einer Eingangshöhe
von 666 Zoll beginnt, endet in der Königskammer mit der gleichen Zahl, wenn auch
in einer anderen Maßeinheit. Das hohe Ziel der Einweihung, einen
Bewußtseinssprung zu erzielen, ist ein untrennbarer Bestandteil der plus 666. Erstaunlicherweise ist das Ziel in
dieser Zahl auf eine ganz bestimmte Weise verborgen. Ermittelt man zum Beispiel
für 666 cm die Länge in Königsellen, erhält man den Wert 12,719633 KE. Das ist
eine Ziffernfolge, die mit der 1-2-7 beginnt, hinter der sich jene Zahl
verbirgt, die mit Bewußtseinsinhalten verknüpft ist. Hinzu kommt, daß 666 die
Summe der Zahlen von 1 bis 36 ist: 1 + 2 + 3 + 4 + …+ 35 + 36 = 666.
Der Eingang
mit 2 × 2,1 = 4,2 KE² wurde natürlich so gewählt, daß er eine zur Situation
passende Proportion bildet, was die Rechnung
zeigt.
Nun besitzt
die Königskammer Seitenwände, die mit 111 KE² und 222 KE² ebenfalls attraktive
Zahlenwerte aufweisen. Bei meinen Untersuchungen ist mir aufgefallen, daß die Zahl 666 auf sehr
verborgene Weise auch diese beiden ersten Werte
erzeugen kann. Addiert man alle Zahlen von 1 bis 666 zusammen, erhält
man ein Ergebnis, welches 222 111 lautet! Beim Anblick dieser Zahl
fehlten mir auf Anhieb die Worte, weil es an das Unfaßbare grenzt, daß die
Königskammer nach Prinzipien aufgebaut ist, die einen solchen verborgenen
Effekt besitzt. Daher wird es Zeit, auf die Zahlen 111 und 222, welche die
Größe der Wandflächen dieser Kammer bestimmen, hinsichtlich ihrer Qualität
einzugehen.
·
111: Diese Zahl ist insofern von höchster
Bedeutung, weil die dreifache 1 verschiedene Inhalte verkörpert. Zum einen
versinnbildlicht sie auch die Trinität Gottes in der christlichen Lehre ebenso
wie die Trinität der ägyptischen Götter. Im Sinne der Einweihung weist sie auf
die dreifache Meisterschaft hin, die mit der Öffnung des dritten Auges ihren
Abschluß findet. Der Eingeweihte ruht trotz seiner meisterlichen Fähigkeiten
und seines meisterlichen Wissens in sich. Wir werden noch sehen, dass der
Einweihungsweg in der Königskammer 111 KE lang ist und dass dort weitere
Eigenschaften hinzukommen.
·
222: Diese Zahl steht unter dem Stern der
Erkenntnis, die zunehmend höhere qualitative Formen annimmt. Es ist das
Begreifen, daß jeder Mensch aus der „Einheit“ kommt. Aber nicht nur das: Alles
entstammt der Einheit, ob chemisches Element, Mineral, Pflanze oder jegliche
andere Lebensform. Dazu zählen auch Lebensformen in höheren Schwingungsformen,
die sich unseren Sinnen entziehen. Das Begreifen und Erkennen umfaßt auch das
Wissen kosmischer Zusammenhänge und schließt unser wissenschaftliches Wissen in
aktualisierter Form mit ein. Das Gesamtvolumen der Königskammer mit 2220 KE³
erweitert die Gesamtbedeutung um die Null: Diese Erkenntnisse sind nur möglich,
wenn man sich mit den Hochfrequenzen göttlicher Energien verbindet.
Mit diesen
beeindruckenden Ergebnissen ist nicht mehr an der Richtigkeit der neu
bestimmten Höhe für die Königskammer zu zweifeln. Selbst Ägyptologen kommen
nicht umhin festzustellen, daß die Cheops-Pyramide ein Meisterwerk ist. Dieses
Prädikat steht ihr aber nicht nur wegen ihrer Präzision in der Baudurchführung
zu, sondern in erster Linie wegen ihres in Stein manifestierten Wissens.
.....
Nach all
diesen Ausführungen ist zu erwarten, daß auch der Sarkophag mit seiner Struktur
dem Konzept der Einweihung – unter dem Aspekt der Anwendung heiliger Geometrie –
untergeordnet ist. Der in ihm verborgene Code, der als nächstes enthüllt wird,
unterstützt die bisherigen Aussagen und Erkenntnisse nicht nur deutlich,
sondern gleich massiv. Die früheren Versuche anderer Forscher, diesen Code zu
enthüllen, scheiterten vor allem an der primären Auffassung, man müsse stets
„runde“ Werte in einer nicht bekannten Maßeinheit finden. Das Rätsel liegt aber
in einer ganz anderen Form versteckt, als bisher vermutet wurde. Dieses Rätsel
ist nur zu lösen, wenn man akzeptiert, daß auch der Sarkophag ein Gleichnis und
ein Meisterwerk in Stein darstellt und daß demnach die Maße aus einem
vollkommen neuen Blickwinkel zu betrachten sind!