Nach diesen
Ausführungen ist es an der Zeit, sich der Königinnenkammer zuzuwenden und nach
ihrem Verwendungszweck zu fragen. In dieser Kammer wurde niemals eine Königin oder
die Frau eines Pharaos bestattet. Ihren Namen verdankt sie lediglich der
Tatsache, daß ihre Decke eine Giebelform hat; und weil es bei den Arabern
Brauch ist, Frauen in Grabkammern mit giebelförmigen Decken zu bestatten, im
Gegensatz zu den flach gedeckten Gräbern für Männer, hat man diese Kammer in
der Cheops-Pyramide „Königinnenkammer“ genannt. Dementsprechend wurde die obere
Kammer, die eine flache Decke hat, Königskammer genannt. In Wirklichkeit jedoch
ist nicht der geringste Hinweis auf den Zweck oder den Namen dieser Kammern
überliefert worden. Dennoch verwende ich hier ebenfalls diese mittlerweile
gängigen Bezeichnungen.
In der
östlichen Wand der Königinnenkammer befindet sich eine Nische mit beidseitig
nach innen versetzten Auskragungen. Innerhalb dieser Nische beginnt der
sogenannte Grabräubergang (siehe Abbildung 69 und 73). Bisherige
Erklärungsversuche hinsichtlich ihrer Bedeutung haben kaum zur Aufklärung
beigetragen, da ihre wahre Bedeutung nicht erkannt wurde.
Wenn die
Königskammer mit einem Ort der Einweihung in Verbindung stand, so liegt der
Gedanke nahe, daß die Königinnenkammer dem gleichen Zweck gedient hat. Wie kann
man aber nun diese Geheimnisse in der heutigen Zeit lüften, wo es doch
keinerlei schriftliche Überlieferungen mehr gibt? Es kann nur einen Weg geben,
diese zu enthüllen: Es ist der bekannte Weg über die heilige Geometrie.
Betrachten wir zuerst die Gesamtanlage (Eingang plus Gang zur Großen Galerie,
die Nische, den „Grabräuberschacht“ und die seitlichen Schächte) in dreidimensionaler
Projektion. Am Ende des „Grabräuberschachtes“ ist ein kleines rechteckiges
„Auge“ zu erkennen, auf das noch in diesem Abschnitt eingegangen wird.

Abbildung
69: Dreidimensionale Ansicht der Königinnenkammer
Petrie, der
ein überaus exakter Mensch war und bei der Vermessung des Pyramidenfeldes für
einen einzigen Meßpunkt mitunter aufgrund wiederholter Überprüfungen einen
ganzen Tag benötigte, ermittelte folgende Durchschnittswerte auf der Grundlage
des Zolls mit 2,54 cm:
Tabelle 21:
Die Istmaße der Königinnenkammer (in Zoll nach Petrie)
|
|
Zoll |
cm |
KE |
|
Breite |
205,85 |
522,8590 |
9,985... |
|
Länge |
226,47 |
575,2338 |
10,986... |
|
Höhe Seitenwände |
184,47 |
468,5538 |
8,948... |
|
Höhe First |
245,10 |
622,5540 |
11,889... |
Petrie war übrigens vorsichtig genug, bei seinen Meßwerten
Toleranzen anzugeben, um anzudeuten, daß die Meßwerte nicht dogmatisch
betrachtet werden dürfen. In Tabelle 21 sind diese nicht mitaufgeführt, sondern
lediglich die von ihm berechneten Durchschnittswerte und ihre Umrechnung in
Zentimeter und Königsellen.
Bei der Länge und
der Breite ist es offensichtlich, daß die „Planer“ der Cheops-Pyramide den
runden Wert von 10 KE bzw. 11 KE beabsichtigt hatten. Die korrekte Höhe ist
viel schwerer abzuleiten, da der Fußboden auch heute noch „hoffnungslos uneben“
ist. Zusätzlich verwirrend war für Petrie, daß im Fußboden 8 Vertiefungen
entdeckt wurden, so daß es unklar war, wo der entscheidende Punkt zu finden
ist, der das Höhenniveau dieses Raumes bestimmt. Der Fußboden selbst ist mit
einer mörtelähnlichen Schicht überzogen, die vermutlich im Zusammenhang mit
einer späteren Nutzung für ganz andere Zwecke aufgebracht wurde. Die
Vertiefungen können daher auch als Lagepunkte für Pfeiler von Trennwänden
gedient haben. Diese Schicht mit dem darunter liegenden unebenen Fußboden
erschwert die Ermittlung der ursprünglichen Höhe der Kammer beträchtlich.
Ein weiteres Problem sind die
unterschiedlichen Neigungen der Deckenplatten, die von 30°10’ an der Westseite
bis 30°48’ an der Ostseite reichen. Der ursprünglich geplante Neigungswinkel
der Deckenplatten basierte auf einem Verhältnis von 3:5 (3 KE Giebelhöhe und 5
KE halbe Kammerbreite). Dies ergibt einen Tangens von 0,6, umgerechnet als
Winkel 30°57’49,52’’. Aus dieser Differenz ist zu schließen, daß sich die
Deckenplatten – möglicherweise durch Erdbeben – etwas gesenkt und leicht
verschoben haben. Immerhin beträgt die maximale Abweichung von einer idealen
Giebelhöhe nur etwa 0,09 KE. Zieht man diese Veränderung einschließlich des unebenen
Fußbodens in Betracht, kommt man zu der Annahme, daß die in der nachfolgenden
Tabelle aufgeführten Werte die tatsächlichen Planungsmaße waren. Abgeleitet von
diesen Planmaßen lassen sich dann auch die weiteren Daten berechnen:
Tabelle 22: Die
Planmaße der Königinnenkammer
|
|
Planmaß Basis [KE] |
Planmaß Basis [cm] |
|
Breite |
10,0 |
523,60 |
|
Länge |
11,0 |
575,96 |
|
Höhe Seitenwände |
9,0 |
471,24 |
|
Höhe First |
12,0 |
628,32 |
|
durchschnittliche Höhe aus 9,0 und 12,0 KE |
10,5 |
549,78 |
|
Neigung der Decke |
a = 30,963756...° |
tan a= 0,60 |
|
Umfang der Kammer |
42,0 |
2199,12 |
|
Flächeninhalt Stirnfläche |
105,0 |
287 864,8080 cm² |
|
Flächeninhalt Seitenfläche |
99,0 |
271 415,3904 cm² |
|
alle Wandflächen |
408,0 |
111,856...m² |
|
Grundfläche |
110,0 |
30,157... m² |
|
Volumen bis 9 KE Höhe (A) |
990,0 |
142,113... m³ |
|
Volumen im Giebelbereich (B) |
165,0 |
23,685... m³ |
|
Verhältnis Volumen (A) : (B) |
6 : 1 |
6 : 1 |
|
Volumen gesamt |
1155,0 |
165,798... m³ |
Erstmalig ergeben die Maße der Königinnenkammer in ihrer
Gesamtheit einen Sinn! In dieser Tabelle sind eine Reihe von Daten besonders
hervorgehoben. Der bereits erwähnte Neigungswinkel der Deckenplatten hat zur
Folge, daß sich die beiden Teilvolumen A und B wie 6:1 verhalten.
Das im Giebelbereich gebildete Raumvolumen (B) von 165 KE³
sticht besonders hervor, wenn man weiß, daß die Sarkophagwanne eine innere Höhe
von 1,65 KE besitzt.
Zusätzlich beträgt das Volumen der gesamten Kammer ohne Nische in
unserem metrischen System 165,... m³. Man erinnere sich in diesem Zusammenhang
auch an die Rote Pyramide, deren erste und zweite Kammer ein Volumen von 1650
KE³ aufweisen. Somit unterstreichen diese verschiedenen Darstellungsformen der
Ziffernfolge 1-6-5 deren besondere Rolle.
Gleichfalls registrieren wir mehrere Male die Ziffernfolge
1-0-5. Nun sehen wir, daß nach dem letzten Gangabschnitt von 10,5 KE die
durchschnittliche Höhe der Kammer ebenfalls 10,5 KE und die Stirnfläche 105 KE²
beträgt. Im sogenannten Grabräubergang werden wir erneut auf diese 10,5 stoßen.
....
Abbildung 70: Schnitt durch die Königinnenkammer
Das
Bemerkenswerte ist, daß sich in diesen Querschnitt bei einer Höhe von 12 KE
exakt ein Dreieck mit den seitlichen Kantenlängen von jeweils 13 KE und einer
Basislänge von 10 KE einzeichnen läßt. Diese Erkenntnis resultiert aus der
Tatsache, daß man das eingezeichnete Dreieck durch eine Mittelsenkrechte in
zwei kleinere Dreiecke teilen kann, in denen gemäß dem Satz des Pythagoras folgendes
gilt: 5² + 12² = 13². Daß der Umfang 36 = 6 × 6 KE und der Flächeninhalt 60 KE²
ergibt, stellt wieder eine faszinierende Lösung im Sinne altägyptischer
Mythologie dar. Die Spitze des Dreiecks zeigt nach oben, dorthin, wo der
Übergang von der 12 zur 13 erfolgt.
Nun wird die
Zahl 13 in der heutigen Zeit zumeist negativ beurteilt. Oft wird sie sogar mit
dem Tod in Verbindung gebracht, was zur Konsequenz hat, daß es Hotels gibt, die
kein Zimmer mit der Nummer 13 besitzen. Selbst ein Freitag, der 13., wird als
ein Unglückstag angesehen. Dagegen war Jesus der 13. im Bunde seiner 12
Apostel, und was soll hier Negatives dabei sein? Was verbirgt sich also
tatsächlich hinter dieser 13?
Der Sinn ist
am besten zu begreifen, wenn man unter dem positiven Aspekt den 11., den 12.
und den 13. Einweihungsschritt im Zusammenhang betrachtet.
·
11: Diese Zahl symbolisiert Kraft durch
geistige Stärke. Probleme der Polarität werden nicht mehr mit der Faust
ausgetragen, sondern mit dem Geist. Es ist der Beginn des Begreifens, daß der
mir gegenüberstehende Mensch (1–1) gleichwertig ist, deshalb auch so behandelt
werden möchte, wie ich es im Verhalten von jemanden anderen mir gegenüber
erwarte. Es ist der Anfang des Verstehens, daß beide – kosmisch betrachtet –
der gleichen Quelle entstammen.
·
12: In der nächsten Stufe wird diese
Auffassung in großem Maße erweitert. Man begreift, daß es im Kosmos höhere
Prinzipien gibt, die am besten mit dem Satz wiedergegeben werden können: „Wie
im Großen, so im Kleinen; wie oben, so unten.“ Hinter diesem Satz verbergen
sich holographische Prinzipien, nach denen auch unser Gehirn aufgebaut ist.
Überträgt man diese Prinzipien auf den Kosmos, bedeutet das, daß überall die
gleichen Informationen abgerufen werden können.
·
13: Wer begriffen hat, daß das Universum
holographisch aufgebaut ist, weiß auch, daß die Entwicklung vom Niederen zum
Höheren einen spiralförmigen Prozeß durchläuft. Diese Erkenntnis führt
zwangsläufig zu einer anderen Einstellung zum Leben, den anderen Menschen und
der Natur gegenüber. Diese Spirale läßt sich auf vieles übertragen, sei es, daß
man als Mensch durch eine plötzliche Erkenntnis oder durch ein Ereignis seine
geistige Einstellung grundlegend ändert oder durch eine äußere Entscheidung in
einen vollkommen neuen „Spiral-Kreislauf“ gerät. Der Übergang von der 12 zur 13
ist wie das Durchschreiten einer Tür, deren hohe Schwelle man überwinden muß.
Auf der einen Seite der Tür sind die bisherigen Auffassungen, auf der anderen
Seite die neue Erkenntnis mit neuen inneren Einstellungen. Das Alte hat man vor
der Schwelle abgelegt. Die altägyptische Mystik bezeichnete deshalb die 13 als
„Die Schwelle“. Es ist leicht einzusehen, daß die negativen Aspekte
vorhergehender Stufen für den Menschen hier zu einem gewaltigen Problem werden
können. Dann „schlägt“ die 13 mit anderen Mitteln zu, um den Menschen zum
Umdenken zu bewegen. Daher ist die einseitige, negative Interpretation dieser
Zahl abzulehnen, denn wenn der Mensch das Prinzip kennt, kann er dieses Wissen
für sich zum geistigen Wachsen benutzen. Ein weiterer Aspekt dieser 13, so wie
es im alten Ägypten verstanden wurde, war das Übertreten der Schwelle, um das
Materielle zu überwinden, um mit dem Geist in andere Dimensionen zu gelangen.
Dann ist als weitere Konsequenz nicht zu vermeiden, daß die irdischen Maßstäbe
über Bord geworfen werden müssen, um zu höheren Maßstäben zu gelangen
(Letzteres ist, kurz zusammengefaßt, die Bedeutung der 14.)
Somit führt
die 13 zu einem Qualitätswechsel im Bewußtsein, den der Weise bewußt
herbeiführen will, der weltlich gesinnte Mensch aber tunlichst vermeiden will,
um seine liebgewonnenen Gepflogenheiten möglichst lange aufrechtzuerhalten.
Im vorhergehenden Abschnitt wurde das Gangsystem in Richtung
Königinnenkammer behandelt. Dabei blieb die Frage offen, wo sich diese Kammer
exakt im Verhältnis zur Ost-West-Achse befindet. In Abbildung 71 wird die Lage
der Königinnenkammer in bezug zur Plattform dargestellt (mit einem reduzierten
vertikalen Abstand).
Abbildung 71:
Die Lage der Königinnenkammer im Bezug zur Ost-West-Achse (Der
Abstand des Giebels zur Plattform ist reduziert dargestellt.)
In der
Fachliteratur wird gesagt, dass sich die Giebelspitze der Königinnen-Kammer
direkt unter der Vorderkante der Plattform am Ende der Großen Galerie befindet.
Dies wird hier bestätigt. Über zwei verschiedene Wege wurde ermittelt, dass der
Abstand vom Beginn des Konstruktionspunktes K1 (siehe Abbildung 68
und 71) bis zur Mittelachse der Königinnenkammer 78,15 KE (= 9,15+64,0+5,0)
beträgt. Der zweite Berechnungsweg (siehe Seite 127; Hinweis für den
Layouter: betrifft die vorliegende
ausgedruckte Fassung) zeigte, dass die horizontale Projektion der 88 KE langen
Großen Galerie ebenfalls 78,15 KE lang ist. Damit ist erkennbar, dass sich die
Giebelspitze, die sich über der Mittelachse der Königinnenkammer befindet,
genau unter der Vorderkante der Plattform liegt.
Bereits zuvor
wurde bewiesen, dass die Ost-West-Achse der Pyramide sich 3 KE entfernt von der
Vorderkante der Plattform, am absoluten Ende der Großen Galerie, befinden muss.
Dementsprechend wurde sie hier eingezeichnet.
Im letzten
Abschnitt dieses Kapitels werden wir sehen, dass es noch einen sehr wichtigen
Grund mit ebenenübergreifenden Zusammenhang gibt, der diese Aussagen
zweifelsfrei beweist.
Eine neue
Erkenntnis ist, dass in der Königinnenkammer eine Einweihung in den 32. Grad
stattfand. Im Abschnitt 9.6. werden präzise Details dieser Einweihung
beschrieben. Die Kammer selbst enthält Geometrien, die diese Einweihung in
symbolhafter Form enthalten. So ist, wie bereits erwähnt, der letzte Teil des
Ganges zur Königinnenkammer 3,2 KE hoch, die obersten beiden Steinlagen der
Kammerwände im Giebelbereich besitzen mit 1,7 und 1,5 KE zusammen ebenfalls
eine Höhe von 3,2 KE. Logischerweise muß dann der untere Teil der 12 KE hohen
Kammer 8,8 KE betragen! Erwähnt werden soll noch, dass beide Stirnseiten je 8
Steinlagen umfassen.
Selbst die
Steinschichten der Pyramide wurden so geplant, daß sie diesem Ziel
untergeordnet sind. Die 32. Steinschicht reicht bis knapp unter die Giebelspitze,
während dort bereits die 33. Schicht mit einem Anteil von 0,21 KE hervorlugt,
um anzudeuten, daß der 33. Grad nicht hier, sondern weiter oben erreicht wird
(siehe Abbildung 72). Die 33. Schicht ist 1,32 KE hoch und symbolisiert mit
ihrer gewählten Größe gleich beide Einweihungsziele, die einerseits nach dem
Komma die 32 zeigt und andererseits in der Addition mit der 1 vor dem Komma
(Q2-Code) zu 33 führt. Von dieser Steinschicht verbleiben demzufolge noch 1,11
KE, die über den First hinausgehen. Dieser Rest, mit 10 multipliziert, ergibt
die wahre Höhe der Königskammer! Wir werden sehen, daß mit genial ausgewählten
Maßen noch lange nicht Schluß ist, denn das Einweihungsritual hält noch eine
gewaltige Überraschung bereit.

Mit dieser
Abbildung wird offensichtlich, dass der Pyramidenkern eine geplante innere
Struktur besitzt und nicht zufällig „auf gut Glück“ je nach Anlieferung der
Steinblöcke aus dem Steinbruch – wie die Ägyptologen glauben – montiert wurde.
An dieser Pyramide wurde jedes Detail geplant, welches auf der Grundlage eines
umfassenden geometrischen Konzeptes und eines Wissens über energetische
Wirkungen beruht! Betrachtet man die Höhenbezugspunkte der hier gezeigten 12
Steinschichten, welche die Königinnen-Kammer bis zur Spitze der Giebelsteine in
57,6 KE Höhe „einrahmt“, ist eine auffällige Maßzuordnung in Gruppen
angeordneter Steinschichten im Rhythmus 2-3-2-3-2 festzustellen. Die 24.
Schicht, die hinsichtlich ihrer Zahl mit dem 24 KE langen ersten Teil des
Einweihungsweges in dieser Kammer übereinstimmt (siehe Abschnitt 9.6.), ist in
einem 1:2 Verhältnis geteilt, so dass ein 1,05 KE langer Anteil den Bereich
unter der Rasterlinie der Bodenkammer bestimmt. Dieser Anteil teilt die
verbleibenden 16,8 KE (dies ist gleichzeitig die maximale Höhe der Galerie) bis
zur Spitze der Giebelsteine in einem Verhältnis von 1:16.
Um für den
Leser die hier in Königsellen ausgewiesenen Maße glaubhaft nahe zu bringen,
werden in der nächsten Tabelle lückenlos von der 24. bis zur 36. Schicht die in
Zoll umgerechneten Maße mit denen von Petri ermittelten Daten
gegenübergestellt.
.....
Dieses im
Inneren der Pyramide erreichte Ziel zeigt heute die sich optisch abhebende 35.
Steinschicht mit ihrer 1,2 KE (62,832 cm) größeren Höhe gegenüber der 34.
Steinschicht an. Deren Einzelmaße sind:
·
34.
Steinschicht: 1,25 KE
·
35.
Steinschicht: 2,45 KE
·
![]()
Die 12 Steinschichten,
welche die Königinnenkammer „einrahmen“ verbergen noch ein weiteres Geheimnis.
Addiert man alle Zahlen von 24 bis 35, erhält man als Summe 354. Das Besondere
dieser Zahl versteht man erst dann, wenn man weiß, dass der Einweihungsweg für
den 32. Grad bis zum Verlassen der Königinnenkammer eine Länge von 354 KE
erreicht! Hinzuweisen ist noch auf die Tatsache, dass die Umfassungswände der
Königinnenkammer eine eigene Struktur besitzen und folglich nicht mit den
Schichthöhen in der obigen Abbildung übereinstimmen.
Zu dieser
inneren Struktur des Pyramidenkerns sind bei weitem noch nicht alle
Erkenntnisse angesprochen, die in diesen 216 Steinlagen verborgen sind. Um die
Aussagen zu diesem Thema abzurunden soll noch einige Erkenntnisse angesprochen
werden, die eine Analogie zu den bisherigen Ausführungen enthalten. Die 89. und
die 90. Schicht besitzen mit 1,11 KE und 1,85 KE Höhe gleichfalls gravierend
verschiedene Höhen.
Vergleicht
man die Höhen von 89. und 34. Schicht, erhält man aus deren Verhältnis den Wert
0,888, addiert man jedoch alle vier
Höhen, ergibt sich eine Summe von 6,66 KE! Auf diese letzte Ziffernfolge (als
positiver Aspekt), die als geheimer Code dreifach in der Königs-Kammer
verborgen ist, werden wir in dem betreffenden Abschnitt noch eingehen.
Ergänzend zu
dieser Themenstellung soll erwähnt werden, daß die Oberkante der 90. Schicht
sich in einer Höhe von 133,2 KE befindet (133,2 = 12´11,1; das
Zehnfache = 1332 kann auch als Produkt von 36´37 dargestellt werden!). Diese markante
Schicht wurde ebenfalls aus einem bestimmten Grund so deutlich herbvorgehoben.
Hintergrund hierfür ist, dass die gesamte Deckenkonstruktion einschließlich den
sogenannten Entlastungskammern genau in dieser Höhe endet. Diese Konstruktion
hat absolut nichts mit einer Entlastungsfunktion zu tun sondern mit der
Funktion, die im letzten Kapitel beschrieben wird.
.....
Somit wird
ersichtlich, dass die beiden Schichten, die durch einen abrupten
Höhenunterschied gekennzeichnet sind, mit der inneren Konstruktionshöhe von
Königinnen- und Königskammer eng verknüpft sind.
Mit diesen
ergänzenden Analysen zur Struktur des Pyramidenkerns soll dieses Thema
abgeschlossen werden. Die vorgestellten Erkenntnisse reichen aus, bestehende
Auffassungen der offiziellen Wissenschaft als falsch zu erkennen.
Bisher
betrafen die Ausführungen zur Königinnenkammer lediglich deren Form und Lage
sowie Einordnung innerhalb des Pyramidenkerns, ohne daß die noch vorhandene
Nische mit berücksichtigt wurde, die sich an der östlichen Stirnseite befindet.

Abbildung
731: Die Nische
in der Ostwand der Königinnenkammer
Die
Ägyptologen glauben, daß in dieser hohen Nische früher einmal eine
Diorit-Statue gestanden haben könnte. In der Rückseite dieser Nische befindet
sich eine weitere Öffnung mit einem Gang, der ca. 15 m tief in das Felsgestein
reicht. Auf diesen Gang komme ich noch zu sprechen. Petrie war der erste, der –
bei seinem Aufenthalt um 1880 – die 3 KE breite und 2 KE tiefe Nische exakt
vermessen hat. Ich selbst habe die Maße nochmals überprüft und die präzise
Arbeit von Petrie bestätigen können. Werden diese Maße von den geringfügigen
Toleranzen befreit und in Königsellen umgerechnet, ergibt sich eine äußerst
geniale Konstellation. In Abbildung 74 sind diese Maße eingetragen, von denen
die wichtigsten in Tabelle 24 zusammengefaßt sind.
......
Im Folgenden möchte ich mich auf den
„Grabräubergang“ konzentrieren. Es war erforderlich, seine ursprüngliche
Geometrie ganz exakt zu erfassen, weil er nicht nur hinsichtlich seiner
Geometrie, sondern auch im Zusammenhang mit dem Einweihungsweg eine
entscheidende Rolle spielt.

Abbildung
75: Der „Grabräubergang“ in der Nische der Königinnenkammer
Die in der
linken unteren Ecke zu sehende Installation enthält ein Kabel und einen
Lüftungsschlauch, um Forscher im hintersten Teil des Ganges mit Licht und
Frischluft versorgen zu können. Dieser Gang endet als Sackgasse, ohne daß es
etwas Besonderes außer stickiger Luft zu registrieren gäbe.
Die
Auffassung der Ägyptologen zu diesem Gang ist nicht ganz widerspruchsfrei. Da
der erste Teil auf eine Bearbeitung schließen läßt, Grabräuber sich aber kaum
die Mühe einer solchen Arbeit gemacht hätten, nur um auf einem glatten Boden
einen weiter hinten liegenden vermuteten Schatz suchen zu können, muß dieser
Gang bereits Teil der ursprünglichen Planung gewesen sein.
Dennoch wird
mancherorts die Auffassung vertreten, daß der gesamte Gang durch Grabräuber
angefertigt worden sei. Auf veröffentlichten Computergrafiken der Ägyptologen
wird deshalb dieser Gang in der Regel weggelassen, weil er scheinbar ohne
Bedeutung ist. Für den letzten Teil des Ganges ist diese Annahme auch
tatsächlich berechtigt. Michael Haase vertritt in seinem bereits erwähnten Buch
Das Rätsel des Cheops (S. 136) eine
andere Auffassung. Er glaubt, daß es sich beim ersten Teil dieses Ganges um ein
Magazin für Grabbeigaben gehandelt haben könnte. Bei der genauen Betrachtung
der Struktur des 10,5 KE (!) langen Teilstückes, das einen ebenen Fußboden und
eine glatt bearbeitete linke Gangseite aufweist, erscheint dieser Gedankengang
als nicht sehr glücklich. Warum sollte ein Magazin in seiner Höhe derart gering
angelegt sein (1,65 KE = 86,4 cm) und obendrein mit einer versetzten
Seitenwand, wobei der Gang nach 5,4 KE noch niedriger wird? Und warum wurde das
erste Gangstück mit einer Höhe von genau 1,65 KE geschaffen, die auch der
Innenhöhe des Sarkophags entspricht? Das alles ergibt keinen Sinn, zumal es in
ganz Ägypten in keinem Grab solch eine seltsame Konstruktion für ein Magazin
gibt. Diese wurden grundsätzlich bedeutend größer angelegt. Diese Annahme ist
mangels besserer Erkenntnisse zumindest ein Erklärungsversuch, da in der
Cheops-Pyramide aber niemals eine Mumie aufbewahrt wurde, bestand auch keine
Notwendigkeit für ein Magazin.
Wie auf
Abbildung 75 zu erkennen ist, sind die linke und die untere Seite dieses ersten
Abschnittes relativ glatt bearbeitet, während die beiden anderen Seiten
nachträglich durch Grabräuber bearbeitet und erweitert wurden. Es ist
unzweifelhaft, daß in früheren Zeiten Grabräuber versuchten, am Ende des Ganges
tiefer in die Pyramide einzudringen. Offensichtlich glaubten sie, daß hinter
dem letzten Stein ein Schatz verborgen ist. So machten sie sich die enorme
Mühe, den Gang erst zu erweitern, denn bei dieser Beengtheit war es kaum
möglich, einen Hammer ausreichend zu bewegen. Glücklichweise erkennt man im
Boden- und im linken Wandbereich, wie groß der erste Gangabschnitt ursprünglich
ungefähr war.
Auf diesem Bild kann hinter dem nachträglich eingesetzten Rahmen
die Struktur leider nur andeutungsweise erkannt werden. Es war mir jedoch
möglich, in diesen Teil hinein zu kriechen und Höhe und Breite annähernd zu
bestimmen. Auch dort ist die linke Wandseite, allerdings in etwas reduzierter
Höhe, glatt bearbeitet.
Der Stahlrahmen
wurde genau dort eingesetzt, wo der Gang durch einen Versatz enger wird. Die
Untersuchung der rechten Seite des Gangbodens konnte keine absolute Klarheit
darüber bringen, ob der hintere Teil des Ganges auf dieser Seite ebenfalls mit
einem Versatz gebaut worden war oder nicht. Da durch die Beschädigungen der
rechten Wandseite auch der Boden in Mitleidenschaft gezogen worden war,
vermutete ich anfangs eine geradlinige Fortsetzung dieser Wandseite. Erst im
Zusammenhang mit allen geometrischen Aussagen, die durch die Lage der
Ost-West-Achse der Pyramide bestimmt werden, konnte ich erkennen, daß diese
Seite um 0,1 KE (5,236 cm) nach innen versetzt gewesen sein muß. Letztlich war
es wieder die „heilige Geometrie“, die half, das Rätsel dieses „Grabräuberganges“
zu enträtseln. Der Grundriß dieses Ganges wird im nächsten Bild dargestellt.

Abbildung
76: Der Grundriß der Königinnenkammer (mit Nische und „Grabräubergang“)
(Sämtliche
Details, ihr übergreifender Zusammenhang und ihre Bedeutung sind im Buch erläutert)
.....
Was gibt es
zu den bis jetzt gewonnenen Erkenntnissen zu sagen?
Der raue
Fußboden und die durch Geometrie enthüllte Zahlenmystik der Königinnenkammer
hat den Einzuweihenden wissen lassen, daß er noch nicht vollkommen ist. Wenn er
weiter kommen, seinen persönlichen Aufstieg erreichen will, kann er das Ziel
nicht vor sich auf der gleichen Ebene finden. Er muß auf die nächsthöhere Ebene
begeben, die sich oberhalb der Königinnenkammer befindet. Aus diesem Grund
befindet sich die 32. und 33. Steinschicht der Pyramide im Giebelbereich der
Kammer und weist die Symbolik mit der Spitze des Dreieckes nach oben (Abbildung
70). In gleicher Weise wirkt der leichte Anstieg der kleinen Zusatznische. Es
sollte dem Einzuweihenden wohl damit verdeutlicht werden, hier in diesem Gang
kannst du nicht zu höheren Zielen gelangen, du wirst hier Gefangener der
Materie bleiben. Also suche den Weg, der nach „oben“ führt.
Was läßt sich
abschließend über die Höhe der Königinnenkammer sagen? In ägyptologischen
Kreisen ist man der Meinung, daß der Boden dieser Kammer früher mit Platten
bedeckt war, daß die Höhe ursprünglich also geringer war als heute nach der
(angeblichen) Entfernung dieser Platten durch Schatzsucher. Die hier vorgelegten
Ergebnisse beweisen jedoch die Auffassung, daß der Fußboden der Kammer nie mit
Steinplatten ausgelegt war. Die Meinung, daß Plünderer für die Absenkung des
Fußbodens verantwortlich sind, entbehrt somit jeglicher Grundlage. Der
Querschnitt durch die Königinnenkammer mit dem Längsschnitt durch den Gang, der
in diese Kammer führt (siehe Abbildung 70), zeigt, daß der Boden des Gangs mit
einer Stufe plötzlich um 3 ´ 0,32 KE abgesenkt wird. Die Symbolik des
Gangsystems zeigt die Anwendung von Prinzipien einer heiligen Geometrie, die
erst unter den Bedingungen der veränderten Fußbodenhöhe auf diesem letzten
Gangstück vor der Königinnenkammer, das 10,5 KE lang ist, zur vollen Entfaltung
kommt. Dies spricht eindeutig dafür, daß dort nie zusätzliche Platten
eingebracht worden waren.
Es ist
einleuchtend, daß der Beweis für die Einordnung besonders des letzten kleinen
Teilstückes, das wie ein Auge in die mächtigen Steinschichten blickt, nicht
möglich ist. Bei der „Wahl“ der Maße kamen verschiedene Möglichkeiten in Frage,
die jede für sich überzeugend wirkten. Erst im Frühjahr 2005 wurde mir wieder
das alte Einweihungsritual bewußt, das vor Tausenden von Jahren in dieser
Kammer praktiziert wurde. Erst dadurch konnte von den verschiedenen
Möglichkeiten die richtige Lösung ausgewählt werden. Im Abschnitt 9.6. wird
dieses Ritual erstmalig veröffentlicht, ein Ritual, das selbst in mystischen
Organisationen, die ihren Ursprung in Ägypten sehen, schon längst vergessen ist.
.....
Ich habe
bereits erwähnt, daß der Einzuweihende, der im Besitz des 32. Grades ist, den
Weg durch die Königinnenkammer als integralen Bestandteil der letzten
Einweihung durchlaufen muß. Die verborgene Symbolik zeigt, daß die Ziffernfolge
3-2 in diesem räumlichen Bereich mehrfach auftaucht. Zusammenfassend sollen
alle Hinweise auf die 32 noch einmal aufgeführt werden :
·
Das
letzte Wegstück zur Königinnenkammer ist 3,2 KE hoch.
·
Der
zweite Gangabschnitt des „Grabräuberganges“ befindet sich mit seiner Oberkante
3,2 KE über dem Fußboden der Königinnenkammer.
·
Die
beiden letzten oberen Steinlagen der Kammerkonstruktion sind 3,2 KE hoch.
·
Die
Giebelspitze der Königinnenkammer befindet sich auf der Höhe der 32. und 33.
Steinschicht der Pyramidenkonstruktion.
·
Die
sogenannten „Luftschächte“ haben ihre Oberkante 3,2 KE über dem Kammerboden.
Um eine
weitere Aussage verständlich zu machen, soll darauf hingewiesen werden, daß die
Ostwand der Königinnen- und der Königskammer auf der gleichen Achse liegt. Das
hat zur Folge, daß die Distanz zwischen der östlichen Außenkante des Ganges und
der westlichen Wand der Königskammer genau 33 KE beträgt! Daraus können wir
ableiten, daß nur in Verbindung beider Kammern der letzte Grad der Einweihung
erreicht werden kann und seinen Abschluß in der höher liegenden Königskammer
findet.
Zum Abschluß
der geometrischen Betrachtungen möchte ich noch das Gesamtvolumen der
Königinnenkammer mit all ihren Bestandteilen berechnen. Addiert man die
Teilvolumen des Ganges, der Nische und der Kammer, erhält man ein Gesamtvolumen
von 1155 + 75 = 1230 KE³.
Man beachte
hier die Ziffernfolge der ersten drei Ziffern (1-2-3). Das weist auf etwas, das
noch nicht zum Abschluß gekommen ist; es sagt, daß der Weg fortgeführt werden
muß. Der Einzuweihende erkennt darin, daß er sich noch mit der 0 verbinden muß,
hinter der sich das Göttliche verbirgt. Dieser Weg ist bereits verknüpft mit
einem erreichten hohen Bewußtseinsstand, der zum Ziel hat, das individuelle
geistige Potential noch stärker auszuschöpfen, um mit Gott (bzw. den Göttern)
zukünftig einen bewußten Kontakt zu erlangen. Allerdings wird in dieser Kammer
vom Einzuweihenden verlangt, daß er die richtige Entscheidung trifft, damit
dieses Ziel auch verwirklicht werden kann.
In der weiter
vorn gezeigten dreidimensionalen Grafik (Abbildung 69) sind auch die beiden
sogenannten Luftschächte eingetragen, allerdings nicht in ihrer vollen Länge.
Obwohl sie länger sind, als lange vermutet wurde, gehen sie nicht bis an die
Außenseite der Pyramide. Diese Schächte sollen Gegenstand der nächsten
Untersuchungen sein.