Bei meinem
Ägypten-Besuch im März 2004 nutzte ich die Gelegenheit, auch die aktuelle
Position des Sarkophags exakt zu ermitteln. Es ging mir darum festzustellen, ob
diese Position mit den Prinzipien der heiligen Geometrie in Übereinstimmung
steht. Im Fall, dass diese Übereinstimmung nicht besteht, wollte ich über die
heilige Geometrie den ursprünglichen Standort präzis bestimmen. Eine weitere
Frage bezog sich auf den entscheidenden Punkt, an dem sich der Kopf des
Einzuweihenden im Sarkophag und in Bezug zur Königskammer befand, denn es ist
bekannt, daß in der Cheops-Pyramide besondere Energien vorherrschen, die in der
Vergangenheit schon öfters Gegenstand der Erforschung waren.
Es mag
ungewöhnlich erscheinen, sich dieser Thematik zu widmen. Und doch gibt es gute
Gründe, nach der richtigen Position zu suchen. Das in Stein manifestierte
Wissen in Verbindung mit dem altägyptischen Glauben verdeutlicht ein
Mathematik- und Geometrieverständnis, das gerade innerhalb der Königskammer auf
ein durchgängiges Prinzip hinweist und von unglaublicher Qualität ist. Es ist
daher kaum zu erwarten, daß der Sarkophag zufällig irgendwo in der Kammer
abgestellt wurde.
Bei der Suche
nach der entscheidenden Lösung konnte die gegenwärtige Position des Sarkophags
nur ein grober Anhaltspunkt sein. Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß er
in vergangenen Jahrhunderten, aus welchen Gründen auch immer, verschoben wurde.
Der
Ausgangspunkt zur Bestimmung der ursprünglichen Position bestand also darin,
nach einer Geometrie zu suchen, die einerseits den Prinzipien einer heiligen
Geometrie gerecht wird und andererseits der gegenwärtigen Position möglichst
nahe kommt. Tatsächlich stellte sich mit Hilfe der genannten Prinzipien heraus,
daß der Sarkophag verschoben worden ist.
Bei den
Untersuchungen erwies es sich als notwendig, die exakte Lage der
Nord-Süd-Hauptachse der Pyramide zu bestimmen, die ja durch die Königskammer
verläuft. Diese Frage wurde bereits dahingehend beantwortet, daß die
Mittelachse des Gangsystems 13,8 KE von der Nord-Süd-Hauptachse entfernt liegt
(siehe Abbildung 64 einschließlich Text). Demzufolge hat die 1 KE weiter
östlich von der Gangachse liegende Seitenwand der Königskammer zur
Nord-Süd-Achse einen Abstand von 14,8 KE. Die Einordnung der Königskammer in
bezug zu den Hauptachsen wird in Abbildung 94 dargestellt.
Abbildung 94:
Die Lage der Königskammer in Bezug zu den Hauptachsen
Die
Nord-Süd-Achse verläuft genau im rechten Winkel quer durch die Königskammer,
jedoch nicht in der Mitte, sondern nach Westen verschoben, und unterteilt sie
dadurch unsichtbar in zwei ungleiche Teile, wobei der kleinere, westliche Teil
5,2 KE lang ist, oder in Zentimeter ausgedrückt: 272,272 cm. Das ist
bereits ein sehr ungewöhnlicher Zusammenhang, der nur dann sichtbar wird, wenn
man beide Maßsysteme kennt und anwendet. Hier entsteht ein Effekt, bei dem sich
die metrische Zahl vollständig über das Komma spiegelt und in ihren beiden
Bestandteilen sowohl die Zahl 27 wie deren Spiegelzahl 72 bildet. Ganz offensichtlich
ist der hintere Teil der Königskammer, dort wo der Sarkophag steht, von
entscheidender Bedeutung. Allein die 5,2 KE, in der auch die Zahl 52 symbolisch
durchscheint, spricht von „göttlichem Wissen“. Inzwischen wissen wir auch, daß
die 27 etwas mit der Öffnung des dritten Auges zu tun hat. Die 72 wiederum ist
ein Hinweis auf die Vollendung der irdischen Macht durch die festigende und
allesbeherrschende Kraft des Geistes, wie bei der Mondpyramide und beim
Einweihungsritual in der Königinnenkammer bereits erläutert wurde.
Die
Zweiteilung der Kammer führt gleichzeitig zu einer Unterteilung, die ein
Verhältnis von 13 : 37 repräsentiert. Das ist das gleiche Verhältnis, das auch
die verlängerte Rasterlinie auf Abbildung 88 beim Durchgang durch die Decke
dieser Kammer erzeugt. Dort schnitt die Rasterlinie die Decke in einer
Entfernung von 2,6 KE zur Südwand, hier erzeugt die gleiche Proportion einen
5,2 KE großen Abschnitt. Wen wundert es noch, daß 2,6:5,2 ein Verhältnis von
1:2 ist?
Im Abschnitt
über die Einweihung in den 33. Grad werden wir sehen, daß der Einzuweihende den
Sarkophag an der Westseite betritt und an der Ostseite verläßt. Er kommt
demzufolge von dem Anteil der 13 in den Anteil der 37. Paßt dies nicht
wunderbar zusammen? Nur wer über die geistige Schwelle (13) tritt, erreicht
durch diese Meisterung die dauerhafte Verbindung zu den höheren göttlichen
Ebenen! Aber auch die Betrachtung aus der umgekehrten Richtung ergibt einen
Sinn, wenn man die 13 mit den 13 kosmischen Schwingungsdimensionen
(einschließlich der Nullten) in Verbindung bringt. Dann bedeutet das: Nur wer
sich in seinem Herz (Durchschnittstemperatur 37°!) mit Gott verbindet, hat
Zugang zu allen höheren Schwingungsdimensionen.
Diese
Konstellation läßt erahnen, daß möglicherweise auch die konkrete Position des
Sarkophags meisterlich gewählt wurde.
Ich sprach
bereits über die Bedeutung des 7:8-Verhältnisses und erwähnte auch, daß es zu
dieser Kombination noch mehr zu sagen gibt. Zuvor möchte ich die ursprüngliche
Lage des Sarkophags in Ausrichtung der Nord-Süd-Achse zeigen.
Abbildung 95:
Die Lage des Sarkophags in Nord-Süd-Ausrichtung
In dieser
Grafik sind die entscheidenden Inhalte eingetragen, die mit den bereits
erläuterten Ziffern 7 und 8 im Zusammenhang stehen. Es ist erstaunlich, daß
sich eine Fläche von 200 KE² in derart beeindruckenden Proportionen gliedern
läßt, wenn die Länge des Sarkophags und dessen Lage richtig ermittelt wurden.
Die zwei grau hinterlegten Flächen bilden dabei den Hauptschlüssel. Ihre Größen
von 49 = 7×7 KE² und 64 = 8×8 KE² stehen damit im Verhältnis von (7:8)². Wie um
die Bedeutung dieser beiden Zahlen noch zu bekräftigen, weist die mittlere
Fläche, die durch die Länge des Sarkophags (4,35 KE = 5 × 0,87!) bestimmt wird, eine Größe von 87 KE² auf.
Was hat das
alles nun zu bedeuten, wo liegt der tiefere Sinn dieser Geometrie?