9.10. Die Lage des Sarkophags in der Königskammer

Bei meinem Ägypten-Besuch im März 2004 nutzte ich die Gelegenheit, auch die aktuelle Position des Sarkophags exakt zu ermitteln. Es ging mir darum festzustellen, ob diese Position mit den Prinzipien der heiligen Geometrie in Übereinstimmung steht. Im Fall, dass diese Übereinstimmung nicht besteht, wollte ich über die heilige Geometrie den ursprünglichen Standort präzis bestimmen. Eine weitere Frage bezog sich auf den entscheidenden Punkt, an dem sich der Kopf des Einzuweihenden im Sarkophag und in Bezug zur Königskammer befand, denn es ist bekannt, daß in der Cheops-Pyramide besondere Energien vorherrschen, die in der Vergangenheit schon öfters Gegenstand der Erforschung waren.

Es mag ungewöhnlich erscheinen, sich dieser Thematik zu widmen. Und doch gibt es gute Gründe, nach der richtigen Position zu suchen. Das in Stein manifestierte Wissen in Verbindung mit dem altägyptischen Glauben verdeutlicht ein Mathematik- und Geometrieverständnis, das gerade innerhalb der Königskammer auf ein durchgängiges Prinzip hinweist und von unglaublicher Qualität ist. Es ist daher kaum zu erwarten, daß der Sarkophag zufällig irgendwo in der Kammer abgestellt wurde.

Bei der Suche nach der entscheidenden Lösung konnte die gegenwärtige Position des Sarkophags nur ein grober Anhaltspunkt sein. Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß er in vergangenen Jahrhunderten, aus welchen Gründen auch immer, verschoben wurde.

Der Ausgangspunkt zur Bestimmung der ursprünglichen Position bestand also darin, nach einer Geometrie zu suchen, die einerseits den Prinzipien einer heiligen Geometrie gerecht wird und andererseits der gegenwärtigen Position möglichst nahe kommt. Tatsächlich stellte sich mit Hilfe der genannten Prinzipien heraus, daß der Sarkophag verschoben worden ist.

Bei den Untersuchungen erwies es sich als notwendig, die exakte Lage der Nord-Süd-Hauptachse der Pyramide zu bestimmen, die ja durch die Königskammer verläuft. Diese Frage wurde bereits dahingehend beantwortet, daß die Mittelachse des Gangsystems 13,8 KE von der Nord-Süd-Hauptachse entfernt liegt (siehe Abbildung 64 einschließlich Text). Demzufolge hat die 1 KE weiter östlich von der Gangachse liegende Seitenwand der Königskammer zur Nord-Süd-Achse einen Abstand von 14,8 KE. Die Einordnung der Königskammer in bezug zu den Hauptachsen wird in Abbildung 94 dargestellt.

Abbildung 94: Die Lage der Königskammer in Bezug zu den Hauptachsen

Die Nord-Süd-Achse verläuft genau im rechten Winkel quer durch die Königskammer, jedoch nicht in der Mitte, sondern nach Westen verschoben, und unterteilt sie dadurch unsichtbar in zwei ungleiche Teile, wobei der kleinere, westliche Teil 5,2 KE lang ist, oder in Zentimeter ausgedrückt: 272,272 cm. Das ist bereits ein sehr ungewöhnlicher Zusammenhang, der nur dann sichtbar wird, wenn man beide Maßsysteme kennt und anwendet. Hier entsteht ein Effekt, bei dem sich die metrische Zahl vollständig über das Komma spiegelt und in ihren beiden Bestandteilen sowohl die Zahl 27 wie deren Spiegelzahl 72 bildet. Ganz offensichtlich ist der hintere Teil der Königskammer, dort wo der Sarkophag steht, von entscheidender Bedeutung. Allein die 5,2 KE, in der auch die Zahl 52 symbolisch durchscheint, spricht von „göttlichem Wissen“. Inzwischen wissen wir auch, daß die 27 etwas mit der Öffnung des dritten Auges zu tun hat. Die 72 wiederum ist ein Hinweis auf die Vollendung der irdischen Macht durch die festigende und allesbeherrschende Kraft des Gei­stes, wie bei der Mondpyramide und beim Einweihungsritual in der Königinnenkammer bereits erläutert wurde.

Die Zweiteilung der Kammer führt gleichzeitig zu einer Unterteilung, die ein Verhältnis von 13 : 37 repräsentiert. Das ist das gleiche Verhältnis, das auch die verlängerte Rasterlinie auf Abbildung 88 beim Durchgang durch die Decke dieser Kammer erzeugt. Dort schnitt die Rasterlinie die Decke in einer Entfernung von 2,6 KE zur Südwand, hier erzeugt die gleiche Proportion einen 5,2 KE großen Abschnitt. Wen wundert es noch, daß 2,6:5,2 ein Verhältnis von 1:2 ist?

Im Abschnitt über die Einweihung in den 33. Grad werden wir sehen, daß der Einzuweihende den Sarkophag an der Westseite betritt und an der Ostseite verläßt. Er kommt demzufolge von dem Anteil der 13 in den Anteil der 37. Paßt dies nicht wunderbar zusammen? Nur wer über die geistige Schwelle (13) tritt, erreicht durch diese Meisterung die dauerhafte Verbindung zu den höheren göttlichen Ebenen! Aber auch die Betrachtung aus der umgekehrten Richtung ergibt einen Sinn, wenn man die 13 mit den 13 kosmischen Schwingungs­dimensionen (einschließlich der Nullten) in Verbindung bringt. Dann bedeutet das: Nur wer sich in seinem Herz (Durchschnittstemperatur 37°!) mit Gott verbindet, hat Zugang zu allen höheren Schwingungsdimensionen.

Diese Konstellation läßt erahnen, daß möglicherweise auch die konkrete Position des Sarkophags meisterlich gewählt wurde.

Ich sprach bereits über die Bedeutung des 7:8-Verhältnisses und erwähnte auch, daß es zu dieser Kombination noch mehr zu sagen gibt. Zuvor möchte ich die ursprüngliche Lage des Sarkophags in Ausrichtung der Nord-Süd-Achse zeigen.

Abbildung 95: Die Lage des Sarkophags in Nord-Süd-Ausrichtung

In dieser Grafik sind die entscheidenden Inhalte eingetragen, die mit den bereits erläuterten Ziffern 7 und 8 im Zusammenhang stehen. Es ist erstaunlich, daß sich eine Fläche von 200 KE² in derart beeindruckenden Proportionen gliedern läßt, wenn die Länge des Sarkophags und dessen Lage richtig ermittelt wurden. Die zwei grau hinterlegten Flächen bilden dabei den Hauptschlüssel. Ihre Größen von 49 = 7×7 KE² und 64 = 8×8 KE² stehen damit im Verhältnis von (7:8)². Wie um die Bedeutung dieser beiden Zahlen noch zu bekräftigen, weist die mittlere Fläche, die durch die Länge des Sarkophags (4,35 KE = 5 × 0,87!) bestimmt wird, eine Größe von 87 KE² auf.

Was hat das alles nun zu bedeuten, wo liegt der tiefere Sinn dieser Geometrie?

Zurück: