Die
Entdeckung, daß in der Cheops-Pyramide mehr als nur ein Maßsystem angewendet
wurde, ist zugegebenermaßen erstaunlich und für den modernen Menschen schwer zu
glauben – denn die Konsequenzen für das vorherrschende Weltbild sind enorm.
Dennoch sprechen die Berechnungen für sich und lassen sich nicht
wegdiskutieren. Im Aufbau der Schichten haben wir Zoll, Zentimeter und
Königselle vereint vorgefunden. Der innere Aufbau, den wir nun im Detail
betrachten wollen, wird demgegenüber massiv von der Königselle bestimmt.
Gleich zu
Beginn möchte ich die Anwendung der Königselle an einigen Hauptmaßen belegen,
über die in der Fachwelt nirgendwo Zweifel bestehen. Trotzdem sollen sie hier
aufgeführt werden, da sie zum grundlegenden Konzept der Pyramide gehören. Für
einen grafischen Schnitt durch die Cheops-Pyramide gehen Sie bitte zurück zu
Abbildung 18 (S. xx), in der die Lage und Form der Kammern und der Großen
Galerie zu sehen sind.
Königskammer
Planmaß Istmaß Abweichung
Länge 20
KE = 10,472 m 10,49 m -1,8
cm
Breite 10
KE =
5,236 m 5,24
m -0,4 cm
Umfang 60
KE = 31,416 m
= 3,1416 m
Königinnenkammer
Planmaß Istmaß Abweichung
Länge 11
KE = 5,7596 m 5,76
m -0,04 cm
Breite 10
KE = 5,2360 m 5,23
m 0,60 cm
Umfang 42
KE =
21,9912 m
= 3,1416 m
Große
Galerie
Planmaß Istmaß Abweichung
Breite im Sockelbereich 4
KE = 2,0944 m 2,09 m -0,44 cm
Breite an der Decke 2
KE = 1,0472 m 1,05 m -0,28 cm
Summe 6
KE = 3,1416 m 3,14 m
Wie an diesen
drei Beispielen zu erkennen ist, tritt der Wert 3,1416 im Verborgenen auf.
Teilt man diesen Wert durch 6, erhält man exakt die Länge der Königselle mit
52,36 cm. Das bestärkt auf andere Weise den Eindruck, daß über die Königselle
nicht der korrekte Bruchteil eines Sechstels von p (Pi) beabsichtigt war, sondern daß
damit ein ganz anderer Inhalt zum Ausdruck gebracht werden sollte.
Bei der
weiteren Ausformulierung des Buches erwies es sich als schwierig, die richtige
Reihenfolge der Themenbearbeitung zu finden. Ständig wurde ich damit
konfrontiert, daß ein Thema mit anderen Inhalten verknüpft ist, die entweder
als Voraussetzung oder zur Verständnishilfe zuerst angesprochen werden müßten.
Aber selbst daraufhin vorgenommene Umstellungen führten auf andere Art zum
gleichen Dilemma. Das in der Cheops-Pyramide verankerte Wissen ist in der Tat
äußerst komplex und miteinander derart „verstrickt“, daß unabhängig davon,
welcher Anfang gewählt wird, stets Textbezüge zu nachfolgend eingeordneten
Abschnitten erforderlich sind.
Ein anderer
Aspekt betrifft die Menge des verborgenen Wissens. Mittlerweile bin ich zu der
Überzeugung gekommen, daß es unmöglich ist, sämtliche Planungsabsichten und
Gründe zu erkennen, weil selbst die Größe der Steine – zum Beispiel in
Königinnenkammer und Königskammer – mit fester Absicht genau mit den
vorhandenen Maßen geplant wurde. Herauszubekommen, warum diese Maße in jedem
Einzelfall exakt so gewählt wurden, halte ich für unmöglich. Allerdings ist es
mir trotz aller Schwierigkeit gelungen, Teile dieser Struktur zu erkennen.
Wer glaubt,
daß mit den hier vorgelegten, sehr präzisen Analysen alles gesagt ist, was es
zu sagen gibt, befindet sich im Irrtum. Im vorliegenden Buch sind im Verhältnis
zu den gemachten Entdeckungen nicht alle, aber die wesentlichen (und zum Teil
spektakulären) Erkenntnisse integriert worden. Inwieweit es erforderlich ist,
zur Cheops-Pyramide ein separates Buch mit weiteren Geheimnissen zu
veröffentlichen, wird die Zukunft zeigen.
Die
gewonnenen Erkenntnisse zur Cheops-Pyramide sind insgesamt sehr umfangreich. Im
Verlaufe dieses Kapitels werden deshalb auch die verschiedensten inhaltlichen
Aspekte angesprochen. Sie reichen von Details der inneren Struktur
einschließlich ihres Zusammenhangs zum Schichtenaufbau bis hin zum genauen
Verlauf der Einweihungswege innerhalb der Königinnen- und der Königskammer.
Letztere Themenstellung ist dabei von besonderer Brisanz, wird hier doch
erstmalig erläutert, was bei einem Einweihungsritual in der Königskammer
tatsächlich passierte und welchen ungewöhnlichen Weg der Einzuweihende
zurückzulegen hatte.
Mit diesem
Stoff von immenser Tragweite wird veranschaulicht werden, daß verschiedene
mystische Orden – Rosenkreuzer und Freimaurer seien hier nur exemplarisch
genannt – ihren Anfang tatsächlich in Ägypten haben. Die in diesen Orden heute
noch vorhandenen Relikte alten Wissens beziehen sich in höheren Graden
eindeutig auf eine altägyptische Zeit, ohne daß die Mitglieder deren tiefen
Hintergrund heute noch kennen würden. Das überlieferte Wissen aus dieser Zeit
ist nur noch in kleinen Bruchstücken vorhanden und daher in seinem
ursächlichsten Anliegen des geistigen Kerns beraubt. Es ist aus diesem Grund
verständlich, warum in diesen Orden im Verlaufe der Zeit sekundäre Aufgaben und
Ziele, mitunter sogar Irrwege, mehr und mehr die Oberhand gewonnen haben und
das wahre Geheimwissen immer mehr in den Hintergrund getreten ist. Große
Künstler, Denker, Wissenschaftler und Persönlichkeiten wie Wolfgang A. Mozart,
Josef Haydn, Johann W. Goethe, Gotthold E. Lessing, Johann G. Fichte, Alexander
Puschkin, Alfred Brehm, Alexander von Humboldt, Simon Bolivar (Führer der
lateinamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung) und viele andere mehr waren zum
Beispiel Mitglieder des Ordens der Freimaurer – dies allerdings zu einer Zeit,
als er noch mehr Wissen besaß, als er heute vorweisen kann.
Die heute
teilweise einseitige und negative Diskussion um diese Orden wird sich im
Ergebnis der folgenden Erkenntnisse zumindest in wichtigen Punkten als
unsachlich erweisen; diese Erkenntnisse werden andererseits aber auch zeigen,
wie weit moderne mystische und esoterische Orden vom einstigen hohen Wissen
entfernt sind.