Dieses Maß
mit königlichem Namen hat es verdient, seinen nicht unbescheidenen Platz in der
Geschichte der Menschheit einzunehmen. Es ist das Maß, das in den Bauten des
alten Ägypten vielfach verwendet wurde und selbst im Tempel des weisen Königs
Salomo in Jerusalem seine Anwendung fand.
Bei den
bisherigen Betrachtungen über alte Maßsysteme und ihre Verknüpfung mit kosmischen
Parametern ist die Königselle bisher noch nicht erwähnt worden, da sie
keinerlei Beziehung zum Urzoll besitzt. Deshalb stellt sich die Frage: Ist die
Königselle, die im arabischen Raum einst so vorherrschend war, ein subjektiv
festgelegtes Maß, oder steht sie möglicherweise doch in einem „höheren“ Bezug?
Allein die
Tatsache, daß die Königselle (KE) innerhalb der
Cheops-Pyramide als Planungsgrundlage gedient hat, weist bereits auf eine
höhere Herkunft hin. Die bereits beschriebene präzise Handhabung des Zolls mit
seiner kosmischen Herkunft verbietet regelrecht ein zufällig gewähltes Maß,
zumal es, wie nun gezeigt werden soll, in genialen Proportionen angewendet
wurde.
Was sind die
Grundlagen der Königselle? Die Wissenschaft vermutet eine Größe zwischen 52 und
53 cm. Dies kann man zumindest aus den Ausführungen von Rainer Stadelmann entnehmen,
der dieses Maß mit einer relativ breiten Spannbreite verwendet. Bei der
Exaktheit der Ausführung, die Stadelmann bei den Erbauern der Cheops-Pyramide
bewundert, ist die Verwendung einer „gummibandartigen“ Königselle definitiv
auszuschließen. Es muß ein absolut exaktes Maß geben,
das sich auch im Verhältnis zum Zentimeter eindeutig bestimmen läßt. Es gibt Autoren, die der Königselle die Länge von
Pi/6 zuweisen, womit sie der Wahrheit sehr nahe kommen. Dieser Gedankengang
setzt aber die Kenntnis des dezimal-metrischen Systems voraus. Der sechste Teil
von p entspricht einem Zahlenwert von 0,523598... Wäre unser Meter
zum Beispiel über den Poldurchmesser der Erde mit dem Wert der sakralen Elle
festgelegt worden, besäße der Meter nur rund 63,56 % seiner jetzigen Länge,
folglich auch jeder Zentimeter. Damit wäre jeder Zusammenhang zu dem
transzendenten Wert p zerstört. Nun wurde aber bereits
festgestellt, daß das metrische System und der Meter,
wie wir ihn heute gebrauchen, eine feste Relation zum Zoll hat, und es hat
bestimmt seine guten Gründe, warum dieses Maßsystem über eine so lange Zeit
überliefert und bewahrt worden ist.
In meinem
Buch Die kosmische Sechs habe ich
bereits versucht zu beweisen, daß das Dezimalsystem
ein kosmisches Informationssystem darstellt, was mit den Abhandlungen zum Zoll
durchaus seine Bestätigung gefunden hat. Diese Abhandlungen haben auch zur
Erkenntnis geführt: Wer den Zoll kannte, kannte auch den Zentimeter – und
umgekehrt. Analog verhält es sich mit der sakralen Elle und dem Hunab. Daraus muß geschlußfolgert werden, daß derjenige,
der die Königselle einführte, auch den Zentimeter gekannt hat. Dies legt nahe, daß entscheidende Hauptmaße dem
Menschen gegeben wurden!
Forscher
betonen immer wieder, daß die Königselle in der
Cheops-Pyramide deutlich zum Ausdruck komme. Obwohl in der Literatur die
Königselle mit 0,5236 m (= 52,36 cm) als mögliches Maß angegeben wird, sind
sich die Archäologen über die tatsächliche Länge nicht einig, denn mitunter
werden auch Maße mit beträchtliche Abweichungen von besagten 52,36 cm ebenfalls
als Königselle bezeichnet.
Prinzipiell
ist es verständlich, daß es hinsichtlich der Größe
der Königselle Diskussionen gibt, denn die im Hintergrund schwebende Frage
lautet: Was bildete die Grundlage für die Festlegung ihrer Länge? Bei einem
guten halben Meter scheiden Körpermaße irgendeines Königs oder Pharaos aus,
denn ein Maß in dieser Größenordnung ist am Körper als signifikantes Maß nicht
zu finden. Ich möchte hier die These aufstellen, daß
die Grundlage der Königselle – analog zum Zoll – in einer geistigen Proportion
in Bezug zum metrischen System und gleichzeitig auch in einer kosmischen
Proportion zu finden ist. Daß diese These nicht
abwegig ist, werden die nachfolgenden Ergebnisse zeigen.
Wie kommt es,
daß die Königselle in Bezug zum metrischen System mit
exakt 52,36 cm, also sogar mit Zehntelmillimetern, festgelegt wird? Wie im
vorliegenden Buch gezeigt wird, hat dies sehr wohl einen tiefen Sinn. Wo liegt
aber nun der Reiz, ein Maß mit dieser Länge festzulegen?
Abgesehen
davon, daß jedes Volk für die Errichtung seiner
Gebäude ein Maßsystem benötigt – besonders dann, wenn diese Gebäude eine
fortgeschrittene Architektur aufweisen –, muß ein
Maßsystem auch praktischen Erwägungen genügen. Das heißt, der gewählte Maßstab
(als materielle Form analog zu unserem Metermaßstab) muß
auch praktisch handhabbar sein. In der Regel gab es hierzu auch einen konkreten
Bezugspunkt, wie eine Handbreit oder eine Fußspanne, um nur zwei zu nennen.
Im alten
Ägypten wurde mit der ursprünglichen Königselle jedoch ein Maßstab gewählt, der
zusätzlich mit geistigen Prämissen verbunden ist. Man kann mit großer
Sicherheit davon ausgehen, daß diejenigen, die den
Poldurchmesser der Erde kannten, Maße nach völlig anderen Kriterien festlegten,
die uns materiell und irdisch denkenden Menschen fremd sind!
Ich sprach
bereits von mathematischen Codes, die im frühen Ägypten noch „Mode“ waren und
auch bei den Hebräern in der jüdischen Kabbala angewendet wurden; einige fanden
sogar noch bis in das Mittelalter hinein Anwendung (siehe Abschnitt 3.4. und
Kapitel 11). Wendet man für die in Zentimetern ausgedrückte Königselle den
Q2-Code an, das heißt eine Quersummenbildung in Zweiergruppen, erhält man
52 +36 = 88
Was ist das
besondere an der Zahl 88? Die 88 war die Anzahl der Hauptgötter in Ober- und
Unterägypten, auf die ich sogleich zu sprechen komme. Aber auch das Maß der
Großen Galerie in der Cheops-Pyramide wird – wie bereits an anderer Stelle
erwähnt – durch diese Zahl bestimmt. Petrie gab sich
vor über 120 Jahren viel Mühe, die Länge vom Beginn der Galerie bis zur oberen
Stufe so genau wie möglich zu vermessen. Mit einem Stahlband stellte er eine
Länge von 1815,5 Zoll fest, was rund 88,07 KE entspricht. Das sind ca. 3,7 cm
mehr als das beabsichtigte Planmaß des Architekten von 88 KE. Die Abweichung
geht im geringeren Maße auf Meßfehler zurück, zum
größeren Teil aber auf Setzungen und Verschiebungen innerhalb der Pyramide
infolge von Erdbeben.
Diese mit 52
+ 36 praktizierte und für den Außenstehenden unverständliche Mathematik der
Addition in Zweiergruppen und deren Interpretation soll aus einem weiteren
Blickwinkel beleuchtet werden. Nimmt man den sechsfachen Wert einer Königselle,
also 6 × 1 KE = 6 × 0,5236 m, erhält man den Betrag 3,1416 m. Dieser Wert
sticht schon viel eher ins Auge, denn hier verbirgt sich eine Annäherung an Pi
(3,141592... ), die bereits sehr präzis ist. Der Wert
von 6 KE ist lediglich um einen Wert von 1,000 002 338... größer als die
tatsächliche Zahl Pi. Mit anderen Worten, die Abweichung beträgt lediglich
0,000233...%, was zweifelsohne einer sehr hohen Präzision entspricht! Damit
würde Pi (ebenso wie der Zoll) in der Pyramide in zwei Varianten auftreten:
sowohl als exakter Wert als auch als gerundeter Wert. Dieser Fakt ist äußerst
bemerkenswert. Er stellt aber noch nicht das Ende des Außergewöhnlichen dar.
Praktiziert man den Q2-Code, ergibt sich vor dem Komma der Wert 3 und nach dem
Komma der Wert 14+16 = 30. Vor dem Komma bliebe die 3, nach dem Komma die 30
oder das Zehnfache oder, qualitativ ausgedrückt, die höhere Ordnung zur 3. Die
Addition beider Werte ergibt 33. Auf diese entscheidende Zahl in der
Cheops-Pyramide komme ich im Zusammenhang mit dem Sarkophag und der Einweihung
in den 33. Grad nochmals zurück, bei dessen Analyse die Hauptbedeutung dieser
Zahl begriffen wird und die in der Tat mehr Bedeutung besitzt, als man sich zu
träumen wagt!
Mit den
bisherigen Ausführungen sind wir dem Urgrund der Königselle aber noch keinen
Schritt näher gekommen. Weiter oben formulierte ich, daß
es im alten Ägypten 88 Hauptgötter gab. Hierzu ist unbedingt mehr zu sagen als
diese schlichte Feststellung.
Gegenwärtig
besteht die Auffassung, daß die Anzahl der Götter
eine zufällige Größe ist. Liest man dazu die verfügbare Literatur, findet man
Zahlen von 87 bis weit über 100. Die beiden namhaften Ägyptologinnen Lorna Oaks und Lucia Gahlin führen in
ihrem Buch 94 Gottheiten auf. In der Übersetzung ins Deutsche erfährt die
gekürzte Ausgabe eine Revision der Götterliste, die nunmehr nur noch 87 Götter
und Göttinnen enthält. Beim Vergleich beider Götterlisten fiel mir auf, daß die deutsche Ausgabe 52 männliche Gottheiten und 35
weibliche Gottheiten enthielt, wodurch urplötzlich eine Anzahl erschien, die
der 88 nahekommt und auch mit der 52, dem Zahlenwert,
der bei der Königselle vor dem Komma steht, verbunden ist. Sollte etwa einer
der verborgenen Codes der Königselle direkt mit der Anzahl der Hauptgötter verknüpft
sein? Wenn diese Annahme eine Berechtigung haben sollte, müßte
es demzufolge 36 weibliche Gottheiten geben. Bei der weiteren Analyse der
Hauptgottheiten schälten sich dann diejenigen als „Kandidaten“ heraus, die in
Tabelle 12 und 13 aufgeführt sind.
.....
Nun wäre es verfehlt, allein von dieser Tatsache abzuleiten, daß die Königselle ihre Herkunft den Gottheiten verdankt.
Deswegen habe ich mich weiter bemüht, einen mathematischen Zusammenhang zu
finden, der die Bedeutung bzw. die Richtigkeit einer Länge von 52,36 cm
untermauern könnte. Mehr durch Zufall bin ich dann auf eine Besonderheit gestoßen,
die sehr überraschend ist. Bei der Multiplikation der Königselle mit bestimmten
Zahlenwerten ergab sich dann eine Lösung über einen weiteren Code, der darin
besteht, daß Zahlen zu Vierergruppen addiert werden.
Das Ungewöhnliche bei diesem Code war, daß unter
bestimmten Voraussetzungen ein Wert entstand, der im Wesentlichen aus den
gleichen Ziffern wie die 88 bestand oder durch Addition der ersten und der
letzten Ziffer eines Teilergebnisses zu diesem Ergebnis führt. Die Prämisse
lautete, eine Zahl zu wählen, die zwei Ziffern vor und nach dem Komma die
gleiche Ziffernfolge besitzt. Um dies zu verdeutlichen, möchte ich in der folgenden
Tabelle einige Werte aufführen.
Tabelle 14:
Die Königselle als zahlenmystischer Code
|
01,01 ×52,36
= 52,8836 |
0052
+ 7508 = 8888 |
| 02,02
× 52,36 = 105,7672 |
0105 + 7672 = 7777 |
03,03
× 52,36 = 158,7508
|
0158 + 7508
= 6666 |
| ... |
... |
| 09,09
× 52,36 = 475,9524 |
0475 + 9524
= 9999 |
| ... |
... |
| 35,35
× 52,36 = 1850,9269 |
1850 + 9269
= 11110 |
| 43,43×
52,36 = 2273,9948 |
2273 + 9948
= 12221 |
| 86,96
× 52,36 = 4547,9896 |
4547 + 9896
= 14443 |
| 87,87×
52,36 = 4600,8732 |
4600 + 8732
= 13332 |
| ... |
... |
| 99,99
× 52,36 = 5235,4764 |
5235
+ 4764 = 9999 |
Dieser seltsame Effekt gelang mir bisher bei keiner anderen
Zahl, so daß die Länge der Königselle, in Zentimetern
ausgedrückt, durchaus als eine ungewöhnliche Zahl bezeichnet werden kann.
Im Zusammenhang mit bestimmten Maßen innerhalb der
Cheops-Pyramide fiel mir auf, daß bei einer Reihe von
Planwerten ein ähnlicher Effekt auftritt. Einige speziellen Werte will ich hier
deshalb aufführen:
·
1,3
KE = 068,068 cm
·
2,6
KE = 136,136 cm
·
3,9
KE = 204,204 cm
·
5,2
KE = 272,272 cm
Der letzte Umrechnungswert sieht dabei besonders interessant
aus, weil es eine Spiegelzahl ist. Was es mit diesen 5,2 KE auf sich hat, wird
im Abschnitt über die Königskammer erklärt werden.
Die gezeigten Effekte und die Codierung über die Anzahl der
Hauptgötter verstärkten meine Auffassung, daß ich mit
dem aufgeführten Wert die richtige Länge der Königselle gefunden hatte, die obendrein
sehr nahe an dem Wert
m liegt.
Zusätzlich
interessant ist, daß der Bruch
den Wert
ergibt! Das erweckt
den Eindruck, als ob über diesen Wert die verborgene Meisterschaft zum Ausdruck
gebracht werden sollte, symbolisiert bzw. materialisiert durch das Maß der
Königselle.
Aufgrund des
bisher Gesagten vertrete ich die Ansicht, daß die
Königselle ein bewußt gewähltes Maß ist, das den
Meter als Bezugsgröße voraussetzt. Natürlich könnte die Frage aufkommen, warum
die KE nicht direkt als
festgelegt wurde. Ich
denke, daß diese Proportion bewußt
nicht gewählt wurde. Eine Umrechnung in Zentimeter bzw. Meter würde stets unendlich
lange Zahlen nach sich ziehen, die fortwährend zu einer Rundung und damit zu
Ungenauigkeiten geführt hätten. Bei der Höhe der Königskammer fällt dieser Fakt
besonders schwer ins Gewicht (Abschnitt 9.4).
Allerdings
scheint der viel wichtigere Grund darin zu liegen, daß
beide Systeme durch diesen Umrechnungsfaktor ein „verwandtschaftliches“
Verhältnis hinsichtlich der Qualitäten eingehen. Diese Behauptung wird bei der
Behandlung von Detailmaßen der Roten Pyramide und der Cheops-Pyramide besonders
offensichtlich werden.
Mit der
Festlegung der Königselle auf ein definiertes Maß kommen wir zu einer weiteren Schlußfolgerung. Dieses Maß ist nicht irgendein Maß, das
man wie ein Gummiband der jeweiligen Situation anpassen kann, sondern es ist
ein feststehendes Maß. Wenn Ägyptologen Probleme haben, in Zentimetern und
Metern gemessene Werte in das alte Maß umzurechnen, dann liegt es in der Regel
nicht an dem Maß der Königselle, sondern an der Denkweise der Ägyptologen! Bei
Stadelmann findet man zum Beispiel fast nur runde Werte, in seltenen Fällen
auch mal einen Wert, der eine halbe Elle einschließt. Aber beispielsweise ein
Wert von 4,35 KE kommt nie vor. Kämen solche komplizierteren
Werte vor, würde das ja bedeuten, daß die Ägypter in
der Planung sehr präzis gewesen wären – und das obendrein noch mit einer hochstehenden Mathematik. Das Widerspruchsvolle an dieser
Thematik ist, daß die Ägyptologen den Erbauern der
Cheops-Pyramide einerseits eine überragende Präzision zugestehen, andererseits
aber höhere Kenntnisse auf dem Gebiet der Mathematik, die ja für einen präzisen
Bau erforderlich sind, absprechen. Wir werden noch sehen, daß
sich die Ägyptologen in diesem Punkt gewaltig irren!
Interessant
in diesem Zusammenhang ist eine Textstelle, die ich im Buch Cheops von Peter Tompkins
(S. 194) gefunden habe:
„Die alten
Texte und Hieroglyphen ... zeigen, daß die alten
Ägypter bereits zur Zeit der Vereinigung Ägyptens (gegen 2800 v. Chr.) sehr
genau die Länge des Erdumfangs, dazu die Längenausdehnung ihres Landes fast bis
auf eine Elle genau kannten. Außerdem waren ihnen die geographischen
Koordinaten aller wesentlichen Punkte ihres Reiches vom Äquator bis zum
Mittelmeer bekannt. Das setzt voraus, daß sie
astronomische Beobachtungen mit einer Genauigkeit durchführen konnten, die den
mit modernen Fernrohren und Präzisionsuhren erzielten Ergebnissen sehr nahe
kommen.“
Wie war so
etwas möglich zu einem Zeitpunkt, wo nach offizieller Lehrmeinung erst kurz
zuvor die „Zivilisation“ begonnen hatte? Ist die Wissenschaft hier so blind wie
die Kirche des Mittelalters, als sie vehement gegen die Theorie kämpfte, daß die Erde nicht im Mittelpunkt unseres Sonnensystems
steht? Selbst in der heutigen Zeit interessiert es die wenigsten Menschen, auf
welchem Längen- oder Breitengrad sie wohnen, Hauptsache, sie haben ihr Dach
über dem Kopf, und ihre wesentlichsten Lebensbedürfnisse sind gedeckt. Der
Drang nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist lediglich auf eine sehr kleine
Gruppe von Menschen begrenzt, die sich jedoch nur deshalb der
wissenschaftlichen Arbeit widmen kann, weil die fortgeschrittene Zivilisation
es ihnen dank der Arbeitsteilung ermöglicht, nicht täglich auf
Lebensmittelsuche gehen oder sie gar selbst produzieren zu müssen.
Behauptungen, die früheren Menschen hätten nur deshalb astronomische
Berechnungen angestellt, um den richtigen Termin für Aussaat und Ernte
bestimmen zu können, sind völlig absurd! Der Mensch hätte schnell durch
Erfahrung gelernt, wann die richtige Jahreszeit für die Aussaat ist und wann
das Getreide geerntet werden kann, nämlich dann, wenn es reif ist! Astronomisch
detailliertes Wissen wäre für die tägliche Praxis vor fast 5000 Jahren viel
leichter durch einfache „Bauernregeln“ zu ersetzen gewesen. Obendrein ist eine
derartige Präzision für die Landwirtschaft in keinerlei Weise erforderlich.
Im weiteren Textverlauf
bezieht sich Tompkins auf Quellen, die ein weiteres
altägyptisches Maß ins Spiel bringen, das Atur.
.....
Bevor dieser
errechnete Wert (zum Umfang der Erde) allzu schnell verworfen wird, will ich
noch ein paar andere Daten anführen, die ihn unter einem neuen Aspekt
beleuchten.
Als erstes
wären die Werte für einen Längengrad sowie weitere Unterteilungen zu betrachten.
·
1° = 212
500 KE = 11
126 500 cm* = 111,26500 km
·
6’ = 21 250
KE = 1
112 650 cm = 11,12650 km
·
36’’ = 2125
KE = 111 265 cm = 1,11265
km
Rechnet man
diese Folge von 1°6’36’’ in dezimale Grade um, entspricht dies 1,11°. Beim
Betrachten dieses Winkels fiel mir auf, daß man
diesen in sexagesimaler Darstellung noch ungewöhnlicher
ausdrücken kann, denn 1°6’36’’ sind nichts anderes als
60° 61’ 62’’