2.1. Der Prophet Enoch und der Zoll

Die Länge des Zolls, der im anglo-amerikanischen Raum noch heute verwendet wird und in der Computer-Industrie gesetzlich verankert wurde, beträgt offiziell 2,54 cm. Die internationale Abkürzung für den Zoll ist „in“ (nach der englischen Bezeichnung inch) oder auch ’’ (z.B. 16in oder 16’’). Wir finden den Zoll, obwohl er scheinbar ein mittelalterliches Maß ist, z.B. in der Bezeichnung der Auflösungsgenauigkeit von Scannern und Druckern in dpi (dot per inch = Punkt pro Zoll). Auch im Rohrleitungsbau werden heute noch standardisierte Rohrdurchmesser in Zoll angegeben. Es ist schon erstaunlich, daß die moderne Zeit, die „Gestriges“ überaus schnell auf den Müllhaufen der Geschichte wirft, so fest an einem alten Maß haftet. Wenn man englische Web-Seiten zum Thema Britisches Maßsystem aufsucht, ist man erstaunt, wie viele Menschen es gibt, die intensiv für die Erhaltung des alten Maßsystems auf Basis Zoll, Fuß und Yard kämpfen. Dieses Maßsystem hat eine für uns ungewohnte Ordnung, denn es besitzt eine Dreiteilung wie folgt:

           1 Yard                =   3 Fuß     = 36 Zoll     = 91,44 cm.

           1 Fuß   = 12 Zoll = 30,48 cm

Geht es einfach nur darum, dem alten, überlieferten Maß des Zolls, das gleichzeitig in allen Kolonien des Britischen Empire verwendet wurde, Ehre zu erweisen, oder gibt es noch weitere Gründe, warum dem Zoll eine solche Bedeutung beigemessen wird? Diese Frage wird sich als eine Schlüsselfrage erweisen, denn am Ende unserer Nachforschung steht eine Lösung, die man nie und nimmer erwarten würde!

Nach alten englischen Quellen ist überliefert, daß der Zoll als Maßeinheit von dem Propheten Enoch (!) abgeleitet sein soll, der vor der Sintflut gelebt haben soll.

Im Internet fand ich eine bezüglich der Herkunft des Zolls folgende Informationen:

Zu diesem Maß ist festzustellen, daß einige Engländer des 19. Jahrhunderts der Meinung waren, daß sie von ihrer Abstammung her allen anderen Völkern überlegen seien. Eine populäre Theorie sagte, sie seien einer der verlorenen Stämme Israels, und das von ihnen verwendete Inch stamme direkt von Gott. Denn Inch soll sich bereits im Namen vom Propheten Enoch her ableiten! Damit erachteten viele Engländer, auch gelehrte Häupter, dieses Maßsystem als das einzig natürliche und wahre.

Der Begriff Inch geht wahrscheinlich letztlich auf den Namen Enoch zurück ...  Da er sich als Schüler mit der Maßordnung beschäftigte und wahrscheinlich auch der herausragende „Vater“ dieser Wissenschaft war, ist es angebracht, daß der Inch, die Grundlage des englischen Maßsystems, ein Denkmal des Propheten Enoch ist.

Offenbar glaubten diese Engländer mehr zu wissen, als die Geschichte überliefert hat, obwohl sie die tatsächliche, ursprüngliche Länge des inch nicht mehr kannten. In ihrem Wissen war lediglich überliefert, daß diese Maßordnung eine kosmische Bedeutung besitzen muß, weil sie von Gott direkt abstamme.

Enoch, der 365 Jahre auf der Erde gelebt haben soll, war laut Bibel von der Erde „entrückt“ worden, um göttliches Wissen zu erhalten, das er schriftlich überliefert hat. Von diesen Büchern ist leider nicht mehr viel erhalten. Teile hat man in den Schriftrollen von Qumran sowie in dem äthiopischen und slawischen „Buch Enoch“ gefunden, der größte Teil ist jedoch offiziell verloren gegangen. Ein ähnlicher Fall geschah in der Neuzeit. Der Amerikaner Prof. J. J. Hurtak wurde vor rund 30 Jahren (1973) ebenfalls von der Erde „entrückt“. Ganze zwei Tage war er auf der Erde spurlos verschwunden, um dann mit einem enormen Wissen zurückzukehren, das ihm während seiner Abwesenheit regelrecht ins Gehirn „eingebrannt“ worden war. Nach dieser mystischen Erfahrung schrieb Prof. Hurtak in kurzer Zeit ein monumentales Werk nieder: Das Buch des Wissens – Die Schlüssel des Enoch“ nieder. Dieses Buch enthält Zukunftswissen zu den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen – von Archäologie über Biologie und Genetik über die Physik des Kosmos bis hin zu Atomphysik und anderen Gebieten –, das es gegenwärtig auf der Erde noch gar nicht gibt! Bemerkenswert daran ist, daß wie bei einem Puzzle präzises Wissen formuliert wird, welches durch Lücken in der Fortführung abgelöst wird. Dadurch sind diejenigen, die sich mit diesem Buch beschäftigen, gezwungen, selbständig zu denken und zu arbeiten. Aber nur, wer sich sehr intensiv mit dieser Quelle beschäftigt und offen für das Neue ist, wird den Schlüssel in dem jeweiligen Fachgebiet finden können.

Ähnlich scheint es sich mit den überlieferten Aussagen des alten Propheten Enoch zu verhalten, denn mit seiner Person werden präzise Angaben zur Größe der Erde verbunden, die zu seiner Zeit für ihn und die bestehende Menschheit ebenfalls als Zukunftswissen betrachtet werden mußte.

In englischen mystischen Kreisen existiert heute noch ein verborgenes Wissen, daß zum Teil auf den Propheten Enoch zurückgehen soll. Hierzu gehört, daß der ursprüngliche Abstand zwischen beiden Polen der Erde (Poldurchmesser) 500 500 000 Zoll betrug. Das ist immerhin auf ungefähr eine halbe Daumenlänge genau bemessen. Diese Angabe entspricht einer Präzision, die uns auch heute noch vor eine gewaltige Herausforderung stellt. Nach anderen alten Quellen, die sich im Dunkel der Vergangenheit verlieren, soll dieser Poldurchmesser in einer anderen Maßeinheit, der sakralen Elle (= sE), 20 000 000 dieser Ellen entsprochen haben. Dabei ging man davon aus, daß diese Elle 25 Zoll entspricht, d.h. 63,5 cm. Es ist nicht möglich, mit der Angabe in Zoll und mit der Angabe in sakralen Ellen auf einen einheitlichen Poldurchmesser zu kommen. Man kann daher direkt keine Proportionalität ablesen. Die Überprüfung zeigt den deutlichen Unterschied:

 

500 500 000 in  × 2,54 = 1 271 270 000 cm = 12 712,700 km

  20 000 000 sE × 63,5 = 1 270 000 000 cm           = 12 700,000 km

Die Abweichung beträgt immerhin 12,7 km!

Heute wird der Poldurchmesser mit einer Länge von 12 713,560 km angegeben – was zeigt, daß diese alten Angaben dem aktuellen Wert erstaunlich nahe kommen. Hier muß auch hinzugefügt werden, daß unterschiedliche wissenschaftliche Einrichtungen verschiedene Meßwerte ausweisen. Die heutige Angabe darf daher nicht für einen absolut festen Wert gehalten werden.

Die relativ große Differenz zwischen den auf uralter Basis berechneten Werten und die Abweichung zum tatsächlichen Poldurchmesser, der auch vor rund 200 Jahren bereits annähernd bekannt war, mag ein Grund gewesen sein, warum die Anhänger der Enoch-Theorie keine Chance hatten, mit ihrer Begründung die Britische Maßordnung zur global gültigen Maßordnung zu erheben und das metrische System zu verbannen.

Wie weiter vorn gezeigt wurde, müssen amerikanische Freimaurer den Meter gekannt haben, denn ohne diese Kenntnis wäre es unmöglich gewesen, den 12 Zoll großen Fuß in Abhängigkeit des Meters festzulegen (1 Fuß = 1200/3937 m). Das heißt aber, daß der Meter bereits bekannt war, zumindest noch in diesem Orden. Der spätere Versuch der französischen Nationalversammlung im Jahre 1795, einen Maßstab für die Größe des Meters festzulegen, kann deshalb nur als ein Versuch gewertet werden, den mystisch angehauchten Zoll durch ein wissenschaftlich bestimmtes Maß zu ersetzen. Daß Gott für die Erde Planparameter festgelegt hat (darauf kommen wir noch zu sprechen), konnten sie in ihrer materialistischen Denkweise nicht akzeptieren. Insofern ist es kurios, daß sie mit der Festlegung des Meters als zehnmillionsten Teil des durch Paris gehenden Erdmeridianquadranten genau jenen Meter bestimmten, den die Freimaurer bereist kannten. Inwieweit französische Freimaurer zu dieser Festlegung beitrugen, ist nicht überliefert. Mit anderen Worten: Der Meter, den wir heute gebrauchen, ist nicht ein willkürliches Längenmaß, das erst vor gut zweihundert Jahren festgelegt wurde.

Zur Verdeutlichung soll das erste Bild dienen, auf dem der Durchmesser von Nord- zu Südpol in Zoll angegeben ist, verbunden mit dem Erdumfang in Metern, so wie das Metermaß klassisch festgelegt wurde: 1 m = zehnmillionster Teil von einem Viertel des Erdumfangs.

Abbildung 1: Erdumfang und Poldurchmesser nach überlieferten Maßen

Mit diesen Angaben aus der Enoch-Überlieferung haben wir gleich am Anfang einen gewaltigen Brocken vor uns liegen, denn die Frage, die daraus abzuleiten ist, lautet ganz profan: Woher kannte Enoch diesen Durchmesser, wo vor der Sintflut doch tiefste Steinzeit geherrscht haben soll? Er kann unmöglich die Technik besessen haben, ein so entscheidendes Maß der Erde derart präzis zu ermitteln.

Den Kritikern will ich natürlich an dieser Stelle gleich einräumen, daß dieses Maß heute nicht mehr genau stimmt. Das kann verschiedene Gründe haben, z.B. der, daß die Erde einem Expansionsprozeß unterliegt. Gemäß Prof. Konstantin Meyl soll der Durchmesser jährlich um circa 3 bis 5 cm zunehmen. Somit brauchen wir uns nicht daran aufzuhalten, daß mit Enochs Maßangabe der Poldurchmesser gegenüber dem heute wissenschaftlich akzeptierten Poldurchmesser um rund 800 m zu klein ausfällt. Aber ich möchte es mir und auch den Kritikern nicht allzu leicht machen, schließlich könnte es einen Durchmesser der Erde in langer Vergangenheit gegeben haben, der diesem Maß genau entsprochen hat! Im Moment soll lediglich diese Option offen gehalten werden, um weitere Erkenntnisse ins Spiel bringen zu können.

Zumindest ist bis jetzt erkennbar, daß es einen auffälligen Widerspruch gibt. Stammt der Zoll nun aus dem Mittelalter und steht mit 12 Weizenkörnern in Verbindung, oder ist er gravierend älter, das heißt, stammt er aus der Zeit vor der Sintflut und steht mit den Maßen der Erde in Verbindung? Damit kommen berechtigte Fragen auf, die da lauten:

·        Auf welcher Basis wurde die Länge des Zolls festgelegt?

·        Wie groß ist der Zoll tatsächlich?

·        Wie alt ist der Zoll?

·        Wie groß ist die sakrale Elle tatsächlich?

 

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